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Insel-Bote

26. März 2017 | 05:35 Uhr

In Utersum : Insel-Wurzeln für Insel-Kinder

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Projekt der Hebamme Kerstin Lauterberg: Auf einer Fläche der Reha-Klinik soll ein Wald für die Kinder entstehen, die auf dem Festland geboren werden mussten.

Inspiriert durch eine Aktion in ihrer alten Heimat Bremen möchte die Wyker Hebamme Kerstin Lauterberg nun auch auf Föhr einen „Babywald“ wachsen lassen. Er soll Eltern, Geschwistern und Großeltern die Möglichkeit geben, den neugeborenen Kindern auf der Insel Wurzeln zu geben, die seit der Schließung der Wyker Geburtshilfe unter oft für die ganze Familie belastenden Umständen auf dem Festland geboren werden müssen.

Es sei schon immer Tradition gewesen, zur Geburt eines Kindes einen Baum zu pflanzen, weiß Lauterberg. „Ein Baum streckt seine Wurzeln aus und so möchte ich die Kinder mit der Insel verwurzeln“, sagt die Hebamme, die in Förster Ole Sieck einen Mitstreiter gefunden hat. Zusammen mit dem Fachmann soll „ganz nebenbei“ für eine Aufforstung von Flächen gesorgt werden, die durch vergangene Stürme stark gelitten haben.

Für die erste große Pflanzaktion, die für Ende März/Anfang April geplant ist, hat die Utersumer Reha-Klinik eine Fläche zur Verfügung gestellt, auf der ein Sturm für einen Kahlschlag gesorgt hatte. 300 Bäume, so Lauterberg, sollen dort nach und nach gepflanzt werden, angepeilt sind bei der ersten Aktion bereits 100 Ahorn-Setzlinge. Um sicherzugehen, dass auch wirklich ein Baum anwächst und gedeiht, sei es sinnvoll, gleich mehrere zu pflanzen – bei einem Preis von zirka zwei Euro pro Bäumchen auch finanziell durchaus machbar. Lauterberg selber will drei Bäume pflanzen, „je einen für die Inseln Föhr, Amrum und Sylt in Gedenken an die Geburtshilfe und für die Hoffnung der Wiedereröffnung“. Wer sich mit einem oder auch mehreren Bäumen am Föhrer Babywald beteiligen möchte oder weitere Informationen benötigt, kann sich an die Initiatorin unter ✆  0160/5041332 wenden.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 06:45 Uhr

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