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Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 15:43 Uhr

Auf Föhr : Insel-Klinik unter neuer Leitung

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Turnusmäßiger Wechsel an der Spitze: Dr. Clemens von Reusner löst Dr. Jörn Harder als ärztlicher Direktor ab.

In den vergangenen drei Jahren war der chirurgische Chefarzt, Dr. Jörn Harder, ärztlicher Direktor der Inselklinik Föhr-Amrum. Nun ging die Leitungsfunktion im Rahmen einer kleinen Feierstunde turnusgemäß an den Internistischen Chefarzt Dr. Clemens von Reusner über, der diese Funktion nun die nächsten drei Jahre inne haben wird.

Der ärztliche Direktor stellt ein Bindeglied zwischen den Klinikmitarbeitern und der Geschäftsführung dar und repräsentiert die Klinik nach außen. In einem Resümee seiner Amtszeit machte Dr. Jörn Harder, Facharzt für Unfallchirurgie, Viszeralchirurgie und Proktologie, deutlich, dass die vergangenen drei Jahre nicht unproblematisch waren. Sie waren besonders geprägt von Personalengpässen, die aber stets gemeinsam mit den Verantwortlichen in Husum entschärft werden konnten.

Allerdings mit einer Ausnahme: Laborfachpersonal ist so rar gesät, dass eine für ein Akutlabor erforderliche Besetzung auf der Insel nicht mehr gesichert werden konnte. In der Folge wurde das Labor auf ein sogenanntes „Point of Care Testing-System“ umgestellt. Dabei handelt es sich um Testverfahren, die auch von medizinischem Personal, zum Beispiel Pflegekräften, bedient und betreut werden dürfen. Die fehlenden Laborfachkräfte wurden zudem mit als Grund genannt, als die geburtshilfliche Abteilung im Oktober 2015 geschlossen wurde.

In seiner Ansprache bedankte sich Jörn Harder zum einen bei seinen Kollegen in der Inselklinik für die umfangreiche Unterstützung und zum anderen beim Förderverein der Klinik für die sehr gute Zusammenarbeit in seiner Amtszeit.

Christian von der Becke, seit Anfang des Monats als Nachfolger Frank Pietrowskis neuer Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland, hatte es sich nicht nehmen lassen, dem Wechsel der Amtsgeschäfte beizuwohnen. In einer kurzen Rede dankte von der Becke Jörn Harder für die in schwieriger Zeit geleistete Arbeit und wünschte dessen Nachfolger Clemens Reusner alles Gute für die jetzt kommende Amtszeit. Der Geschäftsführer machte keinen Hehl daraus, dass auch diese Jahre vermutlich unruhig werden. So werden sicherlich weiterhin Personalengpässe auftreten, da der Fachkräftemangel sich ausweitet und alle Krankenhäuser weiterhin vor große Probleme stellen wird. Ebenso sei bei den bundespolitischen Vorgaben keine Trendwende in Sicht. „Solange die Bundespolitik der Meinung ist, dass es zu viele Krankenhausbetten und Krankenhäuser gibt, werden sich unsere sehr engen finanziellen Spielräume nicht ändern“ blickte Christian von der Becke in die Zukunft.

Clemens von Reusner geht seine neue Aufgabe optimistisch an. Die damit verbundene Mehrarbeit insbesondere im Verwaltungsbereich, die ehrenamtlich geleistet wird, gehöre ohnehin zu den Aufgaben eines Chefarztes und biete zudem noch mehr Möglichkeiten zur Kommunikation mit der Geschäftsführung. Die Schwerpunkte, die der Kardiologie und Palliativmediziner in den kommenden drei Jahren bearbeiten wird, dürften sich von denen seines Vorgängers unterscheiden: „Wir haben einen neuen Geschäftsführer, und mit diesem Wechsel geht wahrscheinlich eine Umstrukturierung des gesamten Klinikums einher, die auch die Insel in irgendeiner Form erreicht.“ Das müsse und werde folglich Schwerpunkt sein. Persönlich liegt Clemens von Reusner am Herzen, „dass das Krankenhaus Föhr-Amrum künftig wieder positiv wahrgenommen und nicht immer nur mit negativen Entwicklungen in Verbindung gebracht wird, wie in den vergangenen drei Jahren und insbesondere im vergangenen Jahr“. Dies würde den Anspruch, die Versorgung auf hohem Niveau zu gewährleisten, wesentlich erleichtern.

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erstellt am 07.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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