zur Navigation springen

Insel-Bote

24. März 2017 | 09:12 Uhr

Enge Zusammenarbeit : Initiative unterstützt Geburtshaus

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Trägerverein geplant – am Ostersonnabend wieder Aktionstag auf dem Rathausplatz.

Die Initiative Inselgeburt unterstützt die geplante Einrichtung eines Geburtshauses auf Föhr. In enger Zusammenarbeit mit den Föhrer Gynäkologen sollen geeignete Räumlichkeiten überplant und entsprechend umgestaltet werden, wobei die Nähe zur Inselklinik ein wichtiger Standortfaktor sei. „Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass auf Föhr bald wieder Kinder geboren werden dürfen“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Initiative. Die mehr als 20 aktiven Mitglieder der Initiative blieben weiter am Ball.

Der Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland, Christian von der Becke, habe mehrmals betont, er werde bei der Gestaltung eines „Hebammen betriebenen Geburtshauses“ Unterstützung bieten. Die Initiative wolle ihn nun beim Wort nehmen, dabei aber auch die gesundheitspolitische Verantwortung des Kreises deutlich einfordern.

Die laufenden Kosten einer solchen Einrichtung könnten sich aus den Erstattungen der Krankenkassen für jede Geburt tragen. Die Einrichtung des Geburtsraumes mit Geräten, passendem Mobiliar und auch mit Medikamenten werde deutlich im sechsstelligen Bereich liegen. Hier sei man hoffnungsvoll, diese Mittel durch Spenden und Fördergelder aufbringen zu können. Der Kreis Nordfriesland müsse aber für die Versicherungsbeiträge und für die Vertretungen der Gynäkologen und der Hebammen aufkommen. Schließlich habe er ja die Geburtsstation geschlossen, um das Haftungsrisiko loszuwerden, so die Initiative weiter. In einem ersten Schritt werde sich ein Trägerverein für die neue Einrichtung gründen.

Die Initiative hoffe, dass Ende dieses Jahres wieder Kinder auf Föhr geboren werden können. Die Zeit dränge, denn zahlreiche Berichte von verunsicherten Schwangeren zeigten überdeutlich, wie problematisch die jetzige Situation sei: Angst, Ungewissheit, Sorgen um die Geschwisterkinder, das alles seien Faktoren, die eine Geburt schon im Vorfeld belasteten. So werde künstlich ein Stressrisiko erzeugt, welches es früher nicht gegeben hat.

Wissenschaftlich begleitet wird das Geburtshaus-Projekt und die aktuelle Situation der Schwangeren durch eine Studentin, die darüber ihre Doktorarbeit schreiben wird.

Doch nicht nur das neue „Geburtshaus“ ist auf der Agenda der „Initiative Inselgeburt“. So wird es am Ostersonnabend, 15. April, ab 15 Uhr eine Veranstaltung mit vielen Kindern geben unter dem Motto „Alle Kinder für Föhrer Babys“. In diesem Rahmen werden auch die Namenstafeln auf dem Rathausplatz aktualisiert, auf denen die Namen sowie Geburtsdaten und -umstände der Kinder festgehalten sind, die nicht mehr auf Föhr zur Welt kommen konnten. Eltern, deren Kinder noch nicht namentlich auf den Tafeln aufgeführt sind, können sich bis zum kommenden Mittwoch, 15. März, bei Seike Hansen in Wrixum melden, ✆  04681/748767, oder per E-Mail, hansen.wrixum@freenet.de. Die Initiative hofft, dass Sponsoren den Aktionsnachmittag unterstützen. An dem Tag soll ebenfalls ein Schnullerbaum eröffnet werden. Wer seinen Schnuller also nicht mehr braucht darf ihn mitnehmen.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Mär.2017 | 08:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen