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Insel-Bote

08. Dezember 2016 | 01:18 Uhr

Ansprechpartnerin auf Föhr : Im Einsatz für die Opferhilfe

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ehrenamt: Die Borgsumerin Angelika Regner vertritt künftig den Weißen Ring auf der Insel.

„Föhr hat mich so gut aufgenommen, deshalb will ich auch etwas für die Insel tun.“ Angelika Regner, die seit einiger Zeit in Borgsum lebt und im Wyker Nordseesanatorium „Marienhof“ beschäftigt ist, hat jetzt die ehrenamtliche Vertretung des „Weißen Ringes“ übernommen. Sie verfüge über eine fast 30-jährige Erfahrung als Krankenschwester der Intensivmedizin und habe sich zusätzlich mit Krisenintervention und Stressmanagement befasst, berichtete Regner, die sich mit einem Stand auf dem Wyker Fischmarkt der Öffentlichkeit vorstellte. Ihr stand dabei Susanne Borrett, Leiterin der Außenstelle Nordfriesland, zur Seite, die davon überzeugt ist, dass Angelika Regner dank ihrer Vorbildung die optimale Voraussetzung für den Einsatz beim „Weißen Ring“ mitbringt und den auf der Insel lange verwaisten Posten gut wird ausfüllen können. Auch der Wyker Bürgermeister Paul Raffelhüschen fand sich an dem Stand ein, zeichnete gut gelaunt symbolische weiße Ringe und unterstrich die Bedeutung des Einsatzes von Angelika Regner.

Der „Weiße Ring“ wurde im Jahr 1976 in Mainz als Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten gegründet. Laut einer Pressemitteilung unterhält er in bundesweit 420 Außenstellen ein Betreuungsnetz, das von rund 3200 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Helfern getragen wird.

Angelika Regners Familie stammt ursprünglich aus Nordfriesland, siedelte dann aber ins Ruhrgebiet um, wo ihr Vater als Polizeibeamter im Einsatz war. Sie wuchs auch im Ruhrgebiet auf, doch der Traum, wieder nach Nordfriesland zu ziehen, blieb über viele Jahre hinweg so stark, dass sie sofort zugriff, als sich die Chance beim Nordseesanatorium bot.

Sie sei bei einem Lehrgang auf ihren Einsatz vorbereitet worden, berichtete die ehrenamtliche Mitarbeiterin. Auf Föhr wird wohl ihr Tätigkeitsfeld, Opfern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, nicht dem einer Großstadt gleichen, aber jede Straftat, auch die oft verharmlosten Eigentumsdelikte, bedeutet für das Opfer einen Eingriff in sein Leben. „Die Kriminalitätsopfer finden bei uns in vielfältiger Weise Beistand und praktische Hilfe“, so Regner. Sie hofft nun, dass Betroffene, die Hilfe benötigen, keine Hemmungen haben, sich an sie zu wenden. Inzwischen hat sie nicht nur mit der Stadt Wyk, sondern auch mit der Föhrer Polizei Kontakt aufgenommen und dort für alle Fälle ihre Telefonnummer hinterlassen. Der offizielle Weg zum Weißen Ring Nordfriesland ist möglich über
✆ 04671/9273863 oder per E-Mail: SOB-weisserring@t-online.de.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 12:30 Uhr

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