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Insel-Bote

09. Dezember 2016 | 20:27 Uhr

In Nieblum : Himmlische Posaunenklänge

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ein Konzert im Friesendom war der gelungener Abschluss eines Musikwochenendes mit Bläsern aus Südtondern. Das Publikum war begeistert.

Blechbläser mögen als Soloinstrument ja vor allem für ihren harten, blechernen Klang bekannt sein. Dass das aber nicht unbedingt auch für einen ganzen Chor aus Tuba, Posaune und Co. gilt, zeigten am vergangenen Sonnabend Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten ehemaligen Kirchenkreis Südtondern. Das Ensemble aus gut 50 Bläsern präsentierte unter dem Titel „Aufbruch – Ruhe – Freude – Glaube“ Stücke aus längst vergangenen Jahrhunderten, aber auch von zeitgenössischen Komponisten.

Den Titel erklärte Werner Petersen, Landesposaunenwart und Leiter des Ensembles, mit einem Stück des Komponisten Traugott Fünfgeld, der mit den ersten drei Begriffen jeweils einen Satz einer Suite überschrieben hat. Diese Sätze waren dann natürlich auch im Programm vom Sonnabend wiederzufinden.

Ein Highlight des Abends in der nicht ganz voll besetzten St.-Johannis-Kirche in Nieblum war sicherlich das Arrangement von „La nuit“ des französischen Barock-Komponisten Jean-Phillippe Rameau, das besonders bekannt ist aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Und genau bei diesem Stück wurde die Vielseitigkeit des Chores aus Blechbläsern deutlich: Zum einen ganz weich und leise, um im darauffolgenden Moment wieder hart und festlich wie eine Fanfare zu klingen. Gepaart mit dem Hall im Friesendom erzeugte dies einen ganz einzigartigen Sound, der nicht nur große Teile des Publikums ins Schwärmen brachte.

Auch Werner Petersen war hoch begeistert von der Leistung des Ensembles: „Ich bin absolut zufrieden“, resümierte er nach dem gut eineinhalbstündigen Konzert, welches Höhepunkt eines ganzen Wochenendes im Zeichen der Blechbläser war. Mindestens zweimal im Jahr träfen sich Musiker aus dem ganzen Kreis Südtondern, um gemeinsam ein Wochenende lang Musik zu machen, so Petersen. Der Ort des Treffens rotiere dabei. Nach Föhr kamen die Musiker auf Einladung von Andreas Veith, dem Leiter des Insel-Posaunenchores.

Und Werner Petersen war von dem Ergebnis des Wochenendes schwer beeindruckt: „Wir konnten hier gut und detailliert arbeiten. Alle hatten die Stücke gut vorbereitet, sodass wir gleich in die Proben einsteigen konnten.“ Diese fanden immer in der großen Gruppe statt. Was nicht immer leicht gewesen sein dürfte, wo doch fast alle Arten von Blechbläsern vertreten waren und auch in der Altersspanne von neun bis 75 Jahren kaum ein Jahrgang ausgelassen wurde.

Doch Petersen hat seine Musiker gut koordiniert, sodass sich das Ergebnis wirklich hören lassen konnte. Und im Gottesdienst am Sonntag gab es dann noch einmal Nachschlag, für alle, die vom vielseitigen Klang und Repertoire des Blechbläserchores nicht genug bekommen konnten.


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