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Insel-Bote

08. Dezember 2016 | 13:01 Uhr

Auf Föhr : Hilfe für erfolgreichen Schulbesuch

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Haupt- und Finanzausschuss sowie Schulausschuss des Amtes sprechen sich für die Einrichtung von „Deutsch als Zweitsprache-Zentren“ aus.

Grundsätzlich für die Einrichtung von „Deutsch als Zweitsprache-Zentren“ (DaZ-Zentren) auf Föhr sind die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Schulausschusses des Amtes Föhr-Amrum. Doch wissen nicht einmal die insularen Schulleiter, wie dies konkret aussehen soll. „Bis vor kurzem habe ich noch nichts von diesen Zentren gehört“, erklärte Carl Wögens, Leiter der Eilun-Feer-Skuul, bei einer gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse. Mit der Erweiterung der Beschlussvorlage um den Passus, man erwarte eine qualifizierte Leitung durch das Schulamt, sprachen sich die Kommunalpolitiker für die Einrichtung von DaZ-Zentren an der Eilun-Feer-Skuul und an der Rüm-Hart-Schule aus. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Amtsausschuss des Amtes Föhr-Amrum in dessen Sitzung am kommenden Mittwoch.

Die Ausschussmitglieder haben also nichts gegen die Einrichtung solcher Zentren, die für Schüler gedacht sind, die nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind. Damit Kinder mit einer anderen Muttersprache erfolgreich die Schule besuchen können, erhalten sie parallel zum normalen Unterricht in diesen Zentren Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache. Da es den Kindern nicht zuzumuten ist, ein DaZ-Zentrum auf dem Festland zu besuchen, hat, so die Beschlussvorlage, das Schulamt des Kreises Nordfriesland deren Einrichtung auf Föhr bestimmt.

An der Eilun-Feer-Skuul, so Carl Wögens, sind bereits 14 Schüler für den Deutschunterricht gemeldet. „Wir haben schon länger mit Bordmitteln den Deutschunterricht erteilt“, informierte Wögens. Auf Amrum, wo kein Zentrum vorgesehen ist, sind es zur Zeit zwei Schüler, die am Regelunterricht teilnehmen können und zusätzlich zwei Stunden in der Woche eine spezielle Sprachfortbildung erhalten. Es gibt bei diesem Thema noch viele offene Punkt, stellte man im Ausschuss fest.

Der Absicht, an der Öömrang Skuul mit Beginn des nächsten Schuljahres eine betreute Primarstufe einzurichten, stehen die Ausschussmitglieder grundsätzlich positiv gegenüber. Sie wünschen sich aber zunächst noch konkrete Ermittlungen der Schule zum tatsächlichen Bedarf. Auch sollen, so die Forderung, genaue Angaben zur Durchführung vorgelegt werden.

„Die Einrichtung der Primarstufe war nicht unsere Idee“, informierte Schulleiter Jörn Tadsen. Vielmehr sei die bisherige Lösung, die Mädchen und Jungen im Kindergarten zu betreuen, inzwischen verboten worden, da eine altersgemäße Betreuung so nicht gewährleistet sei. „Es gibt in dieser Frage auch keine Insellösung“, berichtete der Ausschuss-Vorsitzende Christian Klüßendorf .

Der Bitte des TSV Föhr-West, auf dem Gelände der Grundschule Süderende ein Aufenthaltsgebäude zu errichten, stimmten die Ausschüsse zu. Amtsdirektorin Renate Gehrmann erinnerte dabei an das absolute Rauch- und Alkoholverbot auf dem Schulgelände. Gehrmann informierte auch über die noch nicht geklärte Zukunft der Sozialzentren. Entgegen anderen Bestrebungen werde jetzt doch der Kreistag eingeschaltet. Sie und die Ausschussmitglieder machten in einer kurzen Diskussion deutlich, dass sie die bisherige Vertragsstruktur weiter befürworten.

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erstellt am 02.Jul.2016 | 17:00 Uhr

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