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Insel-Bote

10. Dezember 2016 | 19:38 Uhr

St.-Laurentii-Kirche : Heimspiel für eine Föhrer Künstlerin

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Folk-Baltika: Die Utersumer Sängerin Keike Faltings begeisterte das Publikum in Süderende.

Sie ist nicht nur das Gesicht auf den Programmheften der Folk-Baltica 2016, sie steht als Hauskünstlerin auch im Mittelpunkt der diesjährigen Konzerte: Die Föhrer Friesin Keike Faltings begrüßte mit dem Folk-Baltica-Ensemble in der Süderender St.-Laurentii-Kirche ihre Heimatinsel mit einem Inselkonzert. „Wat as det fein, uun det sark tu spelin, huar ham krasent an freimaaget as.“ (Wie schön ist es, in der Kirche zu spielen, in der man getauft und konfirmiert wurde), so die junge Künstlerin, die bereits als Sängerin und Geigerin der Band „Kalüün“ weit über Föhrs Grenzen hinaus bekannt ist.

Ein sehr junges deutsch-dänisches Ensemble – Musiker im Alter zwischen 15 und 25 Jahren – mit Streichinstrumenten, Flöten und Gitarren begleitete Faltings auf ihrer musikalischen Reise durch die alte Föhrer Musiktradition. Mit „Lingen“ (Text Reinhard Arfsten) und der uralten Ballade „A Bai a Redder“ traf sie nicht nur den Nerv des Publikums, sondern betonte auch den Charakter von Folk-Baltica: Unterschiedliche Sprachen treffen aufeinander, um sich in der einen, der universellen Sprache der Musik zu verständigen und sich auszutauschen. Darum hat das seit elf Jahren existierende Festival dieses Mal auch keinen geografischen Schwerpunkt, sondern reist durch Schleswig-Holstein und Süddänemark unter dem Motto „Stimmen“.

Dabei ist es nicht zuletzt dem Ensemble-Leiter Harald Haugaard zu verdanken, dass die musikalische Verständigung perfekt funktionierte. „Er war immer so nah an den Künstlern dran“, schwärmte eine Zuhörerin, die sich mit den anderen begeisterten Konzertbesuchern einig war, dass ein hervorragendes Musikereignis eine perfekte Einstimmung auf einen Sonntag ist. Orchesterstücke aus Dänemark, Irland oder Deutschland wurden von den Musikern so lebendig und frisch serviert, dass man sich des Eindrucks nicht verwehren konnte, das Publikum könne den Applaus kaum bis zum Ende des Stückes zurückhalten.

„Wir treffen uns als Menschen und als Musiker, und wir entwickeln uns als Menschen und als Musiker“, verriet Haugaard die Philosophie von Folk-Baltica. Standing Ovations und tosender Applaus verabschiedeten die Künstler.

Keike Faltings wird dann am kommenden Sonnabend mit einem eigens für Folk-Baltica zusammengestellten Trio, dem finnischen Multiinstrumentalisten Antii Järvelä und der deutschen Groove-Cellistin Susanne Paul im Kieler Kulturforum auftreten.
 

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erstellt am 27.Apr.2016 | 10:30 Uhr

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