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Insel-Bote

31. Oktober 2014 | 05:50 Uhr

"Vogelkoje Meeram" : Großeinsatz im Amrumer Inselforst

vom

Der Umbau in einen gesunden Mischwald geht weiter - Vollernter fällt und zersägt Fichten und Kiefern.

Amrum | Seit 2001 wird der Insel-Wald, dessen private und kommunale Besitzer im Forstverband Amrum organisiert sind, kontinuierlich aufgeforstet und umstrukturiert. Hierbei wurden sukzessiv Flächen mit Laubhölzern bepflanzt. Die jüngste Maßnahme betrifft ein Gelände im Bereich der Zuwegung zum Naturerlebnisraum "Vogelkoje Meeram", die jetzt durch Großgeräte bearbeitet wurde. Wie der zuständige Bezirksförster Walter Rathkens erklärte, wurden bei dieser rund 500 Meter Festholz umfassenden Maßnahme mehrere kleinere Flächen in die Aufforstung einbezogen. Vornehmlich wurden erneut befallene Sitka-Fichten geschlagen. Aber auch Schwarzkiefern wurden von dem eingesetzten Vollernter in einem Arbeitsablauf verarbeitet.

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In diesem Jahr wurde ein noch größeres Modell dieser Maschine als in den Vorjahren eingesetzt. "Die Amrumer Bäume werden ja auch immer stärker", erklärte Andreas Gunddat und ging mit seinem Spezialgerät die nächste Schwarzkiefer an. In nur wenigen Minuten war der Baum gefällt, entastet und in Stücke gesägt. "Ich bin seit zwölf Jahren bei meiner Firma und schon zum achten Mal auf Amrum im Einsatz", berichtete Gunddat. Derweil sammelte Bent Jacobsen mit dem Rückewagen die auf 2,5 Meter Länge geschnittenen Kiefernstämme ein und polterte sie anschließend außerhalb des Waldes auf. Hier sollen sie vom Bezirksförster und einem Holzkäufer begutachtet und aufgemessen werden.

"Wir werden rund die Hälfte des Einschlags auf Amrum behalten und als Brennholz verkaufen", so Rathkens. Die Schwarzkiefer wird zu Palettenholz und die Fichte wird zu Schnittholz von rund fünf Metern Länge verarbeitet. "Da wir keine großflächigen Parzellen aufforsten, werden wir eine größere Abschattung haben und entsprechend lichtarme Hölzer setzen. Hierzu gehören zum Beispiel Ahorn, Buche und Linde", erläutert Rathkens.

In dieser Woche wird dann ein Mulcher die Äste und Zweige sowie die zurückgebliebenen Stumpen zerschlagen und so den Boden vorbereiten. Ab dem 9. März werden die freiwilligen Helfer des Bergwaldprojekts mit der Neuanpflanzung beginnen. Damit wird der in den 1950-er Jahren in Monokultur gepflanzte Amrumer Wald ein weiteres Stück in einen gegen Schädlinge und Witterungseinflüsse wesentlich resistenteren Mischwald umgewandelt.

Kai Dethlefsen, stellvertretender Vorsitzender des Amrumer Forstverbandes, berichtet aktuell, dass Baumkronen zu Sandfangzwecken und damit zur Sicherung von Messpunkten im Bereich Süddorf und Norddorf verwendet werden dürfen. Bedauerlich sei, so Dethlefsen, dass es immer noch Personen gebe, die den Wald als "Selbstbedienungsladen" ansähen und sich dort ohne Rücksprache und ohne Bezahlung am geschlagenen Holz bedienten.

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erstellt am 25.Feb.2013 | 10:26 Uhr

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