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Insel-Bote

30. Juli 2014 | 23:16 Uhr

Bilanz : Großeinsätze hielten Wehren auf Trab

vom

Brände und schwere Unglücksfälle bescherten den Föhrer und Amrumer Feuerwehren ein arbeitsreiches Jahr.

Föhr/amrum | Bei der Wehrführerdienstversammlung und der Zusammenkunft der Feuerwehrkameradschaft Föhr-Amrum zog Amtswehrführer Joachim Christiansen für das Einsatzjahr 2012 Bilanz und verzeichnete für beide Inseln ein ereignisreiches Jahr. "Auf Föhr sind dabei die Feuer im Haus Schöneberg in der Gmelinstraße im Januar, der Schwelbrand im Alkersumer Museum im Februar und der Brand Ende April im Autohaus Oevenum stellvertretend für viele weitere Einsätze zu nennen", so Christiansen. Auf Amrum hielt eine regelrechte Brandserie die Inselwehren auf Trab. Zudem stellte eine über mehrere Tage andauernde Personensuche im August für die Freiwilligen eine harte psychische Belastung dar. Über 100 verletzte Kindern nach einem missglückten Anlegemanöver eines Ausflugsschiffs waren eine weitere enorme Herausforderung für die Amrumer Einsatz- und Rettungskräfte, die hier ihre hervorragende Zusammenarbeit unter Beweis stellten. Für ihre Bereitschaft, ehrenamtlich für die Sicherheit der Bevölkerung einzutreten, dankte Christiansen den Anwesenden.

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Betrüblich sei, dass der Deichabschnitt in Oldsum, der erst überarbeitet wurde, bei der letzten Begehung Schäden aufwies. Werner Paulsen, neuer Abschnittsleiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) auf Föhr und Nachfolger von Frerk Jensen, bestätigte, dass im Bereich der Deichabschnitte zwei und drei nach der Sturmflut Mängel aufgetreten sind. "Im Bereich des Schöpfwerkes in Oldsum sind leichte bis schwere Ausspülungen zu verzeichnen", berichtetet er.

Kreiswehrführer Christian Albertsen warb für die Sammelbestellung im Kreis, um die Funkgeräte anzuschaffen, die den Sprung in das Zeitalter des Digitalfunks ermöglichen werden. Die bisherigen Antragszahlen für die Beschaffung von fahrzeuggebundenen sowie Handsprechfunkgeräten spräche eine klare Sprache für die gemeinsame Beschaffung. Albertsen warb ebenso für die eingerichtete Notfalltelefonnummer zur psychologischen Betreuung im Kreisfeuerwehrverband. Hinter dieser 24-Stunden-Rufbereitschaft stünden vier Feuerwehrleute mit einer Ausbildung zur psychosozialen Unterstützung (PSU-Peer), die wichtige Hilfestellung leisten und speziell während und nach Einsätzen helfen könnten, die hohen Anforderungen an die Psyche zu bewältigen. Mit Peter Lückel und Lars Thomas gehören gleich zwei Amrumer zu diesem Notfallteam (wir berichteten).

Oldsums Wehrführer Jan Brodersen wurde von Christian Albertsen zum Oberbrandmeister befördert.

Als Vorsitzender der Feuerwehrkameradschaft Föhr-Amrum gab Gerd Arfsten einen Sachstandsbericht und bedauerte dabei, dass im vergangenen Jahr eine von langer Hand geplante Veranstaltung wegen zu geringer Beteiligung abgesagt werden musste. "Wir werden kein Fest und keine Veranstaltung durchführen können, wenn wir nicht bereits im Vorfeld die entsprechenden Anmeldegelder von den Wehren bekommen", so Arfsten. Joachim Christiansen, der selbst viele Jahre der Kameradschaft vorstand, nahm den positiven Kassenbericht von Klaus Martin Petersen zum Anlass, die nötige Unterstützung bei der Realisierung eines Festes noch in diesem Jahr zuzusagen. "Wir wollen ja kein Sparverein sein, sondern vornehmlich die Kameradschaft pflegen", so der Amtswehrführer.

Als Mitglied der Feuerwehrkameradschaft Nordfriesland für Ehrenmitglieder warb Peter Martinen für die Teilnahme an dieser Interessengemeinschaft von ehemaligen Aktiven.

von oe
erstellt am 25.Feb.2013 | 09:03 Uhr

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