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Insel-Bote

29. Mai 2016 | 19:17 Uhr

4. Föhr-Marathon : Für Frühsportler und Langschläfer

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Beim vierten großen Föhrer Laufevent wurden verschiedene Strecken über die Insel angeboten. Nicht alle Teilnehmer kamen ins Ziel.

Zumindest in Midlum sind sich Griechenland und Deutschland deutlich näher gekommen: Will man dem neuen Ortsschild glauben, so rückten die griechische Gemeinde Marathon und das kleine friesische Dorf auf eine Distanz von exakt 42,195 Kilometer zusammen – jedenfalls beim inzwischen vierten Föhr-Marathon. Auch in diesem Jahr organisierte Sabine Siefert mit dem Wyker Turnerbund (WTB) als Veranstalter und einem 120- köpfigen Team von Helfern das sportliche Großereignis, die Idee für das eigens für diesen Tag angefertigte Ortsschild lieferte Siefert gleich dazu und löste einen Boom von Schnappschüssen aus. Viele nutzten nämlich die Gelegenheit, sich und ihre Liebsten mit diesem Schild auf Kamera oder Smartphone festzuhalten.

Und allen Aktiven machte es kurz vor dem Start noch einmal bewusst, auf was sie sich einzulassen hatten, nämlich auf eine gut 42 Kilometer lange Laufstrecke. Die erste Hälfte davon führte über die Geest bis nach Wyk, am Deich entlang und durch die Oevenumer Marsch zurück nach Midlum, die zweite durch die Dörfer des Westens und ab der Godel-Niederung endlich mit Rückenwind. Wer immer für das Wetter verantwortlich ist – er hatte sicher nur die Zeitumstellung verpasst, denn den störenden Regen beim Start pustete der Wind nach ziemlich genau einer Stunde weg. Letzterer hielt allerdings unvermindert an und forderte Kraft und Kondition der Sportler zusätzlich heraus, so dass auch einige Läufer klein beigeben mussten. Es habe glücklicherweise nur kleine Blessuren gegeben, die den einen oder anderen zum Abbruch zwangen, berichtet Siefert abschließend, und fügt dankbar hinzu: „Die DLRG und die beiden Bereitschaftsärzte waren nicht wirklich ausgelastet.“

Die Absolventen der halben Strecke durften dieses Mal wählen, ob sie die osterlandföhrer Strecke laufen wollten oder – nach einem Start zwei Stunden später – die westerlandföhrer. Für den ersten Abschnitt entschieden sich 104 Teilnehmer, für den „Langschläferteil“ immerhin noch 21. Egal welche Strecke die Läufer beim Halbmarathon wählten – da wieder zahlreiche Streckenposten von den Freiwilligen Inselfeuerwehren besetzt waren, brauchte so oder so niemand zu befürchten, sich zu verlaufen.

Großer Beliebtheit erfreute sich diesjährig auch wieder der Kinderlauf; nach einer kurzen Strecke warteten stolze Eltern auf die Nachwuchssportler am Ziel, sowie Urkunden und eine kleine Leckerei.

Ebenfalls hatten Team-Sportler die Gelegenheit, die Marathondistanz (und den eventuell folgenden Muskelkater) durch drei zu teilen, am diesjährigen Föhr-Marathon beteiligten sich 54 Staffelläufer.

Hinsichtlich der Altersverteilung gab es, wie auch in den Vorjahren, eine große Spanne, wobei drei der „Extreme“ von der Insel selbst kamen. So waren mit Frederike Petersen und Christian von Stülpnagel, die in der Staffel an den Start gingen, die jüngsten Absolventen 17 Jahre alt. Friedel Engelland, 75 Jahre und ebenfalls von Föhr, startete als älteste Teilnehmerin des Tages. Sie bewältigte den Halbmarathon.

Auch 2016 wird es für die Läuferinnen und Läufer ein Wiedersehen auf Föhr geben. Da Ostern dann noch früher im Jahr ist, wird Deutschlands nördlichster Marathon im kommenden Jahr bereits am 20. März veranstaltet und dann in die fünfte Runde gehen.

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erstellt am 31.Mär.2015 | 13:00 Uhr

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