zur Navigation springen

Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 01:35 Uhr

Maßnahme : Freie Fahrt für die Seenotretter

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der auslaufende Kreuzer kam bei abgelaufenem Wasser kaum an der Fähre vorbei. Der betroffene Bereich des Fahrwassers wurde freigespült.

Vollmond, Ostwind und Niedrigwasser – keine gute Mischung. Das weiß jeder Insulaner. Gerade dann sorgt die Ablagerung von Bodensätzen im Fahrwasser für Störungen im Schiffsverkehr zwischen dem Festland und den Inseln Föhr und Amrum. Es kommt zu Verspätungen.

Aber auch die Ausfahrt des Seenotrettungskreuzers in Wittdün wird erschwert. „Bei extremem Niedrigwasser ist es für uns Meter-Arbeit an den Fähren vorbeizuziehen. Daher sind wir froh, wenn wir mehr Platz haben“, erklärt Ralf Baur, Sprecher der Seenotretter. Die Ausfahrt dauert dann zwar länger, wird aber nicht verhindert.

Wie Bauamtsrat Wolfgang Stöck vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning auf Anfrage erklärte, betraf die kürzlich im Hafenfahrwasser vor Wittdün durchgeführte Spülmaßnahme ausschließlich diesen Bereich zwischen Fähranleger und dem Seezeichenhafen.

Hier war es zu Engpässen gekommen, wenn eine der längeren Fähren an Anleger 1 festgemacht hatte. „Wir hatten drei Problempunkte, die speziell am Fährleger 1 dazu führten, dass unter anderem der auslaufende Seenotrettungskreuzer bei abgelaufenem Wasser kaum noch sicher an der Fähre vorbei manövrieren konnte“, verdeutlicht auch Stöck die Dringlichkeit des Vorgangs.

Dank eines Rahmenvertrages des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hamburg kann das Amt in Tönning auf das Spezialschiff „Njörd“ zugreifen. So schloss sich der Spülauftrag vor Wittdün einem Einsatz vor dem Eidersperrwerk an.

„Dank des Wasserstrahlinjektionsverfahrens kann die „Njörd“ auch dicht am Fähranleger die Kanten freispülen“, sagte Stöck als Leiter des Außenbezirks Amrum. Da sich die ins Fließen gebrachten Sedimente aber keinesfalls an anderer Stelle im Hafenfahrwasser ablagern durften, konnte nur während des stärksten Ebbstroms gearbeitet werden.

Von Sedimentablagerungen betroffene Fahrwasser – vornehmlich vor Dagebüll – müssen regelmäßig bewertet und gegebenenfalls ausgebaggert beziehungsweise freigespült werden.

Für das Jahr 2017 hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning – so heißt die Behörde seit dem 1. Januar diesen Jahres offiziell – bereits weitere Fahrwassererhaltungsmaßnahmen vor Wittdün zur Wahrung der Schiffbarkeit eingeplant.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2016 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen