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Insel-Bote

10. Dezember 2016 | 15:41 Uhr

Inselhelden auf Föhr : FÖHRLIEBT: Insel mit zwei Gesichtern

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ralf Geisenhanslüke weiß noch nicht so genau, zu welcher Tageszeit er Föhr charmanter findet.

Föhr, die friesische Insel mit den zwei Gesichtern. Und um es gleich vorweg zu sagen: Ich weiß nicht wirklich, in welches der beiden Gesichter ich mich mehr verlieben möchte. Oder sagen wir es mal etwas weniger romantisch, dafür norddeutsch ohne Schnickschnack: Welches gefällt mir besser?

Herrlich diese Stille gegen 6 Uhr über den Strand von Wyk hinaus bis zum Horizont. Wenn bei meinem Kollegen das erste Mal die kleinen Kids das Ehebett als Spieleparadies samt Mama und Papa mit Pauken und Trompeten besetzen, kommt an meine präsenilen Ohren nur das gleichtönige, sanfte Rauschen der in diesen Tagen milden Nordsee. Und ich denke, was würde mein netter Kollege aus der Rheinmetropole für diesen Frieden geben. Lebendigkeit flammt kurz auf, als der Junge von nebenan – ich vermute, er verkauft die frischen Brötchen – mit dem Skateboard zur Arbeit gleitet. Ähnlich ruhig und unaufgeregt erlebe ich Föhr am Abend nach neun – nur bin ich mir hier nicht sicher, ob mir dann nicht etwas mehr Temperament (und geöffnete Kneipen) lieber wär. Karibische Nächte fühlen sich anders an.

Das andere Gesicht zeigt Wyk von neun bis neun am Tage. Pulsierendes Leben auf der Strandpromenade mit gut besuchten Cafés und Bistros, Kinder spielen am Strand und auch sonstwo. Sehen und Gesehen werden im föhrschen Kleinformat. Nicht Hamburg oder Berlin – aber immerhin.

Ach ja, ich habe ja noch bis Freitag Zeit, mich zu entscheiden.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 11:53 Uhr

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