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Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 19:40 Uhr

Föhr steht vor einem Rekordsommer – aber die Gastronomie muss sich wandeln

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Insel vervierfacht sich derzeit. Ann-Kathrin Meyerhof vom Marketing der Föhr Tourismus GmbH (die mit dem Slogan „Friesische Karibik“ erzählt das so, als wenn es das Normalste der Welt wäre. Dabei sind es mutmaßlich Weltereignisse wie Brüssel, Paris, Nizza oder Istanbul, die den Nordsee-Inseln einen Rekord an Besucherzahlen bescheren werden. 180.000 Gäste, zwei Millionen Übernachtungen - das sind wahrlich stolze Zahlen. Föhr könnte sich zurücklehnen. Statt der gut 8400 Einwohner leben in diesen Tagen 35.000 Menschen auf dem Eiland. Aber was finden sie vor? Und kommen sie wieder?

Wer vom Tourismus lebt, muss sich ständig neu erfinden. Dazu braucht es neue Ideen, und einer, der solche hat, ist Simon Wendtlandt. Der 29-jährige hat vor wenigen Tagen sein Restaurant in Nieblum eröffnet, es nach seinem Spitznamen auf „Saimons“ getauft. Das reetgedeckte Haus ist komplett neu eingerichtet, die Küche auf dem Stand der Technik. Die Karte ist so klein, dass das Eigentliche auf einer Tafel im zwanzig Tische fassenden Restaurant steht. Vorwiegend Fisch, darunter exotische Tier wie die japanische Bernstein-Makrele. Simon/Saimon mag es gern frisch, hochwertig. Er versteht sein Angebot als Entschleunigung, sucht den Fischliebhaber, der sich nicht mit Plattfisch oder Matjes zufrieden gibt.

Seine Karriere hat er im Familienbetrieb in Geesthacht gestartet, sich dann über verschiedene Stationen nach Wyk vorgearbeitet. Und sich in die Insel verliebt. „Ich kann hier wirklich abschalten“, und daher ist ihm die Massenabfertigung von Kunden ein Gräuel. Er kocht selbst, und er kocht allein - nur die Tante unterstützt ihn bei den Vorbereitungen, die Schwester hilft im Service.

Nun wagt er etwas Neues, und das ist gar nicht einmal sein neues Restaurant. Sondern er heiratet am Wochenende seine Lisa. Es ist gar nicht so einfach

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erstellt am 20.Jul.2016 | 11:52 Uhr

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