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Insel-Bote

06. Dezember 2016 | 15:13 Uhr

In Nebel : Feueralarm bei den „Flenerk Jongen“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Amrums „Schmetterlingskinder“ übten den Ernstfall. Dabei freuten sie sich über den Besuch der Nebeler Brandschützer.

Wieso müssen wir nach draußen laufen? Weshalb kommt die Feuerwehr? Warum sind solche Übungen wichtig? Das sind Fragen, die sich die Mädchen und Jungen des Kindergarten Flenerk Jongen gestellt haben. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Nebel hatte der Kindergarten eine Übungseinheit organisiert. „Natürlich üben wir solche Evakuierungen wegen eines eventuellen Notfalls immer wieder einmal, doch dass diesmal ein echtes Feuerwehrauto mit Feuerwehrmännern kam war erstmalig“, berichtete der Leiter des Kindergartens, Lothar Herberger. In Sekundenschnelle nach der Auslösung des Feueralarms gingen die vier Gruppen an die für sie eingeteilten Punkte auf dem Außengelände. Die kleinsten Kindergartenkinder, die „Minimalven“, zeigten vorbildlich, wie sie gemeinsam an einem Tau festhielten, damit keiner verloren gehen konnte. „Das haben wir schon mal gemacht“, berichtete ein kleiner Junge, der dann ganz große Augen bekam, als er das rote Feuerwehrauto entdeckte.

Nicht nur die Evakuierung der Kindergartenkinder wurde geübt, sondern auch das Suchen und Bergen von zwei vermissten Personen, einer Erzieherin und eines kleinen Mädchens. Wie unter realen Bedingungen bei einem Feuer gingen zwei Brandschützer unter Atemschutz in das Gebäude. Schwer beeindruckt von den Männern mit Atemmaske schauten die Kinder ihnen von ihrem Sammelplatz aus zu. Schnell fanden die Feuerwehrleute die beiden Vermissten und trug sie hinaus.

„Für die Kinder war es ein tolles und spannendes Ereignis, für uns von der Feuerwehr hat es jedoch einen etwas ernsteren Hintergrund: Wir können uns die Räumlichkeiten und Gegebenheiten hier vor Ort anschauen“, so Nebels Ortswehrführer Oliver Ziegler. „Es ist immer von Nutzen, wenn man bei einem Einsatz weiß, wie es in dem Gebäude aussieht, denn bei Rauchentwicklung ist die Sicht gleich Null.“ Auch für die Kinder sei es gut, wenn sie die Feuerwehr schon einmal kennenlernen und im Ernstfall nicht in Panik geraten, sondern wissen was zu tun ist. „Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn noch mehr Eltern sich auch aktiv in der Feuerwehr einbringen, denn durch die Insellage sind wir auf uns allein gestellt“, so Ziegler. Nach der gelungenen Übung fragte er noch die interessierten Mädchen und Jungen nach dem Wieso-Weshalb-Warum, und auch die ganz kleinen Inselkinder wussten schon die richtigen Antworten.

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