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Insel-Bote

29. Juli 2014 | 16:46 Uhr

Föhr & Amrum : Feuer in der klaren Mondnacht

vom

In diesem Jahr herrschten beim Biikebrennen ideale Bedingungen - großer Gästeandrang auf beiden Inseln

Föhr/Amrum | "Das war ja einfach göttlich". Nieblums oberster Feuerwehrmann Hauke Brett schwärmte noch "am Morgen danach" von den meteorologischen Gegebenheiten rund um die 14 Biike-Feuer auf der Insel Föhr. Eine klare, kalte Mondnacht war den Biikebesuchern beschieden, in der nicht nur das "eigene" Feuer, angefacht von leichten Wind, wunderschön gleichmäßig und ohne großen Qualm abbrannte. Von den Stränden aus konnte man auch die Feuer auf den Nachbarinseln und den Halligen so gut beobachten, wie das nicht oft der Fall ist.

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Richtiggehend romantisch beschienen vom Fast-Vollmond und funkelnden Sternen knabberten Einheimische und Gäste am lodernden Feuer an der obligatorischen Bratwurst und wärmten sich am Feuerwehr-Punsch. Kinder hatten an vielen Orten neben dem "ofiziellen" Feuer ihre kleine "Privatbiike" errichtet, an der sie Würstchen und Stockbrot brieten und nach Herzenslust herumkokelten. Und natürlich hat der Nachwuchs auch in diesem Jahr wieder mit Begeisterung die Erwachsenen mit Ruß angemalt.

Selbst die Gummistiefel konnten am Donnerstagabend im Schrank bleiben, denn anders als in den Vorjahren sorgte knackiger Frost für zwar kalte, aber zumindest trockene Füße. Wyks Wehrführer Kai Sönnichsen stellte denn auch eine größere Beteiligung als gewöhnlich fest: "Das ist meistens so, wenn der Biiketag nahe am Wochenende liegt, dann scheinen auch vermehrt Festlandsgäste auf die Inseln zu fahren", so seine Einschätzung.

"Ich glaube nicht, dass es weniger Besucher als letztes Jahr waren", ist denn auch Norddorfs Bürgermeister Peter Koßmann zufrieden, der schätzt, dass sich rund 700 Insulaner und Gäste am Fackelzug zur Norddorfer Biake beteiligt haben. Vor gut zehn Jahren hatte Koßmann dieses Rahmenprogramm zum Biikebrennen eingeführt, das seither regelmäßig mit einer Ansprache auf der Hüttmannwiese beginnt, bei der den Gästen der Hintergrund dieses friesischen Festes erklärt wird, das - so betonte Koßmann auch in diesem Jahr wieder - ein Brauch der Insulaner sei, der auf dem Festland nur kopiert werde.

"Die Leute können überall ins Feuer gucken und überall Grünkohl essen", hatte Koßmann seinerzeit die Idee, den Norddorfer Biikebesuchern mit dem gemeinsamen Fackelzug zur Feuerstelle mehr zu bieten, "ohne einen Zirkus daraus zu machen". Und so wurden auch am Donnerstag wieder an die 600 Fackeln und - für die Kinder - Laternen ausgegeben, ging man gemeinsam zum Feuer. Angeführt von Peter Koßmann und Kai Quedens, die zwei "Piader" trugen, die dann auf den großen "Scheiterhaufen" geworfen wurden, und begleitet von einem Fernsehteam des Kulturkanals "Arte".

Erstmals hatte es - wie bereits berichtet - in diesem Jahr auch im Rahmenprogramm der Wyker Biike eine Ansprache gegeben, gehalten von Landrat Dieter Harrsen. Der ließ sich dann nach getaner Arbeit, wie so viele andere Festbesucher auch, ein deftiges Grünkohlgericht in einem Gasthaus auf Föhr-Land schmecken.

von ipu/pk
erstellt am 23.Feb.2013 | 08:59 Uhr

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