zur Navigation springen

Insel-Bote

07. Dezember 2016 | 21:23 Uhr

Offene Ganztagsschule : Erfolgsmodell feiert Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zehn Jahre OGS an der Rüm-Hart-Schule: Eltern und Kinder feierten gestern gemeinsam. Angebot wurde seit dem Start erheblich aufgestockt.

Zehn Jahre ist es her, dass die Offene Ganztagsschule (OGS) der Rüm-Hart-Schule an den Start ging. Ein Grund zum Feiern, dachten sich die Verantwortlichen, die gestern zu einem Tag der offenen Tür geladen hatten. Und auf dem Schulhof tobte das Leben: Eltern und Kinder hatten gemeinsam Spaß an dem bunten Treiben, das neben einigen Leckereien Basteln, Sport und Spiel sowie eine Erkundung der OGS beinhaltete. Abgerundet wurde das Programm durch einen Verkaufsstand, an dem die Kinder Selbstgemachtes anboten. Der Erlös des Nachmittags soll für die Anschaffung von Spielzeug für den Außenbereich verwendet werden.

140 Kinder werden aktuell an der Rüm-Hart-Schule unterrichtet, rund 50 besuchen die OGS. Damit sind die Zahlen in den vergangenen zehn Jahren in etwa gleich geblieben: Angefangen hatte man 2006 mit gut 70 Teilnehmern bei insgesamt 220 Schülern.

Dass die OGS nicht nur notwendig, sondern auch ein Erfolgsmodell ist, bestätigt Lena Thomsen-Völpel, seit 2013 nach Silke Waßmuth und Karen Dwyer Leiterin des Betreuungsangebotes. Denn die Eltern haben ein Problem: Fast alle Mütter sind heute berufstätig. Wohin also mit den Kindern? Dass dieses Problem nicht nur tourismusgeprägte Regionen betrifft, hatten vor rund zehn Jahren auch Bund und Länder erkannt. Die Folge waren Investitionen für Ausstattungen wie Werkräume, Computerräume oder Küchen, um eine bessere Betreuung auf den Weg zu bringen. 90 Prozent der Kosten trug seinerzeit der Bund und die Rüm-Hart-Schule sprang auf den Zug auf, ist gleichsam eine Schule der ersten Stunde.

Deren Angebot in den vergangenen zehn Jahren einige Veränderungen erfahren hat. Wurde anfangs in der kleinen Turnhalle gemeinsam mittaggegessen, sitzen die Kinder bei den Mahlzeiten heute in der Küche. Der Grund ist einfach: Die Turnhalle ist bei weitem nicht so gemütlich und lässt sich im Winter zudem schwer heizen. Gegessen wird direkt nach dem Unterricht, dann geht es an die Hausaufgaben und von 14.30 bis 15.30 Uhr können die Kinder zwischen verschiedenen Kursen wählen und ihre Freizeit gestalten. Momentan gehört neben dem freien Spielen Kochen, Backen und Töpfern dazu, sowie ein Spiel mit dem Titel „Auf Reisen“. Bei dem bewegen sich die Kinder durch einen Turngeräte-Parcours. Betreuungsgeld müssen die Eltern nicht bezahlen, lediglich für das Essen ist ein Beitrag zu leisten.

Wie hoch der Stellenwert der OGS ist, lässt sich auch daran ablesen, dass die Zahl der Tage von früher zwei auf heute vier aufgestockt wurde. Montags, dienstags und donnerstags gibt es derzeit das Komplett-Angebot, mittwochs fallen die Kurse weg, stehen nur Hausaufgaben und Mittagessen auf dem Plan.

Betreut werden die Kinder von Lena Thomsen-Völpel und Sonja Barnert sowie Silke Nilius, die als Lehrerin die Kommunikation zwischen Schule und OGS garantiert. Bei den Hausaufgaben helfen Rosie Berkemeier (die auch Kurse anbietet), Mandy Dallmann, Ilke Jensen (Familie im Mittelpunkt), Carola Schönke und Petra Stritzke. Um zwei Kräfte war der Pool in diesem Jahr aufgestockt worden, nachdem der Bedarf durch Kinder aus Flüchtlingsfamilien stieg. Die Bezahlung übernimmt das Amt Föhr-Amrum. Dem Lena Thomsen-Völpel ein gutes Zeugnis ausstellt: „Das Amt unterstützt die OGS sehr gut. Die Mitarbeiter haben für alle Sorgen ein offenes Ohr.“

zur Startseite

von
erstellt am 14.Sep.2016 | 12:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen