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Insel-Bote

28. März 2017 | 04:21 Uhr

Wyker Krankenhaus im Fokus : Einblick in Gutachten gefordert

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auch im Amtsausschuss Föhr-Amrum stand die Schließung der Geburtsstation auf Föhr im Mittelpunkt. Zudem wurde die Grundsanierung der Eilun-Feer-Skuul beschlossen.

Zwar standen sie nicht auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses Föhr-Amrum in Wyk: Aber wie nicht anders zu erwarten, nahmen die Zukunft des Krankenhauses, die Schließung der Geburtsstation auf der Insel und ganz besonders das geheimgehaltene Gutachten in der Diskussion viel Raum ein.

Auslöser war die Information von Amtsvorsteherin Heidi Braun über einen Besuch in Husum, mit dem Ziel, die Geburtsstation auf Föhr zu erhalten. „Wir wollen versuchen, dies gemeinsam auf die Füße zu stellen, wobei auch die Hebammen mit an einem Strick ziehen müssen“. „Wir müssen im Gespräch bleiben und uns für das Krankenhaus stark machen“, so Heidi Braun weiter, die dabei auch auf den Förderverein als wichtiges Glied verwies. „Wir brauchen den Verein, um stark und gut aufgestellt zu bleiben,“ betonte die Amtsvorsteherin.

Zum Gutachten, das der Landrat und der Husumer Klinikchef unter Verschluss halten, meinte Heidi Braun auch, es mache sie stutzig, dass jemand, der in kürzester Zeit durch das Wyker Haus gestürmt sei, Weichen für die Zukunft der Station stellen könne. Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen (CDU) warf zwar ein, dass der Landrat die Herausgabe des Gutachtens wegen der personenbezogenen Daten ablehne. Doch dieses Argument zieht nicht. „Wir wollen wissen, was bei uns fehlt“, betonte Dr. Silke Ofterdinger-Daegel von der KG, die von Landrat Dieter Harrsen zumindest eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Gutachtens forderte. In dieser Auffassung wurde sie auch von Peter Schaper (SPD) unterstützt. „Was nützt es uns, den Landrat eventuell in nichtöffentlicher Sitzung befragen zu können, wenn wir gar nicht wissen, was wir fragen sollen.“

Auch der Wittdüner Bürgermeister Jürgen Jungclaus machte sich für die Geburtshilfe in Wyk stark und forderte zusätzlich ein Notfallkonzept für Föhr. „Bei allem, was wir bisher gehört und gelesen haben“, so Jungclaus, der Mitglied des Klinik-Aufsichtsrats ist, weiter, „fehlt das Wort Amrum. Wir reden über beide Inseln und das Krankenhaus ist für Föhrer und Amrumer gleichermaßen von Bedeutung. Das bedeutet unter anderem auch, dass die Amrumer Hebamme einbezogen werden muss. Der Kreis Nordfriesland hat sie bisher komplett herausgehalten“, konstatierte Jürgen Jungclaus.

Zur Frage nach der Einrichtung einer Kleiderkammer auf Föhr erklärte die Amtsvorsteherin, dass sich die Amtsverwaltung solch eine Einrichtung „nicht an die Hacken binden könne“. Es würde nicht funktionieren, denn das Amt habe dafür nicht ausreichend Mitarbeiter. „Wir müssen auf der Insel die Kräfte bündeln und dafür ehrenamtliche Helfer finden.“

Ohne weitere Diskussion, da bereits im Ausschuss ausführlich beraten, ging die Entscheidung über die Grundsanierung der Eilun-Feer-Skuul einstimmig über die Bühne. In einer Bauzeit von dreieinhalb Jahren soll für 8,5 Millionen Euro das Schulgebäude umgebaut werden.

„Ich habe den falschen Job“, erklärte Nebels Bürgermeister Bernd Dell Missier, als ein erster Nachtrag zum Haushalt des Amtes Föhr-Amrum verabschiedet werden musste. Notwendig wurde dieser hauptsächlich wegen der 300  000 Euro, die für Planungskosten fällig werden.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Amtsausschusses schließlich für eine Empfehlung an das Land Schleswig-Holstein zur Änderung des Kommunalabgabengesetzes aus. Gefordert wird dabei, dass die Reederei zur Einziehung der Kurabgabe von Tagestouristen verpflichtet wird.

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erstellt am 28.Nov.2015 | 20:00 Uhr

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