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Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 15:35 Uhr

Öömrang Skuul : Ein starker Jahrgang verlässt die Schule

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

23 junge Amrumer haben ihre Entlasszeugnisse in der Tasche. 19 von ihnen erreichten den Mittleren Schulabschluss.

Endlich ist es geschafft und 23 junge Insulaner haben das Abschlusszeugnis der Öömrang Skuul in der Tasche. „Nun ist Schluss mit Hotel Mama und der viel zitierte Ernst des Lebens beginnt und löst die bisherige Komfortzone ab“, sagte der Klassenlehrer der R10, Matthias Hölck. Dabei stellte er fest, dass lieb gewonnene Persönlichkeiten die Schule verlassen, um ihren weiteren Weg selbstbewusst zu gehen. Mit ihrem erlangten Allgemeinwissen und dem Abschlusszeugnis hielten die Jugendlichhen eine Eintrittskarte zum lebenslangen Lernen in der Hand.

Schulleiter Jörn Tadsen konnte aus eigener Erfahrung berichten, dass der einst herbeigesehnte letzte Tag in der Schule nichts mit dem Ende des Lernens zu hatte. „Ich muss zugeben, dass ich mich da grundlegend getäuscht habe“, bekannte er. Anerkennde Worte fand er für die vier Absolventen, die noch ein Jahr drangehängt und einen höheren Schulabschluss abgelegt hatten, als die zuerst begonnene Schulart es vorgegeben hätte. „Mit einem Durchschnitt von 2,4 im mittleren Schulabschluss geht ein sehr erfolgreicher Jahrgang ab“, lobt Tadsen. Er erinnerte daran, dass der langwierige Umbau der Öömrang Skuul diesem Jahrgang viel Improvisationstalent und Geduld abverlangt habe und lobte das soziales Engagement und die tollen Ideen der Jugendlichen. „Die Gesellschaft kann sich auf Eure Beiträge freuen, bewahrt Euch dieses Engagement“, zeigt sich der Schulleiter hochzufrieden.

Einige der Schulabgänger werden auf Amrum eine Ausbildung beginnen, viele andere werden aber aufs Festland ziehen, um zum Beispiel ihr Abitur zu machen.

Klassenlehrer Rüdiger Seifert gab seinen Abschlussschülern noch einen humorvollen und doch ehrlichen Abriss ihres Werdegangs mit auf dem Weg, bevor die Abschlusszeugnisse überreicht wurden.

„Ihr könnt Euch sicher sein, dass ihr die Messlatte sehr hoch gelegt habt“, zollte Hölck seinen neun Schülerinnen und zehn Schülern großen Respekt. „Ihr habt dermaßen aufs Gaspedal gedrückt, dass es keine einzige Fünf in den Zeugnissen des Mittleren Schulabschlusses gegeben hat“, lobte er und betonte, dass der Gesamtnotendurchschnitt im Hauptfach Mathe bei 1,9 lag. „Das hat mich schlichtweg umgehauen“, berichtet Hölck stolz. Aber auch sportlich wurde mit einer von Broder Tadsen übersprungenen Höhe von 1,65 Metern der Schulrekord vorgelegt.

Die Abschlussfahrt führte die Klasse nach Portugal in ein Surf-Camp und die gesamte Klasse übernahm viele Arbeiten, um die Kosten dafür für alle Familien erschwinglich zu machen. Sogar ein Theaterstück wurde unter Mithilfe von Miriam Traulsen einstudiert und in Norddorf kurenden Müttern und Kindern vorgeführt. Der Lohn für mehrere Auftritte war eine bedeutende Unterstützung der Klassenkasse durch den Klinikchef.

Die Grußworte der drei Amrumer Gemeinden überbrachte in diesem Jahr Wittdüns stellvertretender Bürgermeister Heiko Müller. Mit dem Abschied von der Schule gehe jetzt ein Stück Geborgenheit verloren. Die Jugendlichen müssten nun die Segel setzen und einen neuen Kurs einschlagen. Dabei müsse jedem bewusst sein, dass man den Wind nicht ändern kann. „Macht Euch auf den Weg, die guten Wünsche der Amrumer Gemeinden werden Euch begleiten“, betonte er.

Amtsdirektorin Renate Gehrmann war von Föhr gekommen, um den Schulabgängern ihre Glückwunsche und die des Amtes Föhr-Amrum zu überbringen. Pastor Georg Hildebrandt wünschte den Heranwachsenden, dass sie in der zu durchschreitenden großen weiten Welt Verlässlichkeit finden werden. Für den Schulverein überbrachte Stefan Schlichting die Glückwünsche und Präsente. Dabei konnten sich zudem Sina von der Weppen und Ann-Katrin Timpe über ein Geschenk für ihren Schulabschluss mit einem Durchschnitt von 1,0 freuen. Merle Martinen beglückwünschte er zu ihrem guten ESA-Schulabschluss.

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