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Insel-Bote

04. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

In Wyk : Ein reiner „Verwaltungs“-Haushalt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Stadt plant im Jahr 2016 keine größeren Investitionen. Etat wurde einstimmig verabschiedet.

Verwalten, nicht gestalten – so könnte man den Etat der Stadt Wyk für 2016 umschreiben, denn größere Investitionen stehen im laufenden Jahr nicht an. Allerdings wurden Mittel für diverse Planungen und Vorarbeiten eingestellt, für Projekte, die dann 2017 mit großen Beträgen im Haushaltsplan auftauchen werden. Dazu gehört zum Beispiel die Erweiterung des Gewerbegebiets. Hier werden in diesem Jahr 95  000 Euro an Planungskosten anfallen, weitere 80  000 Euro werden für die Planung des Kreisverkehrs in diesem Bereich bereitgestellt.

Auch für die anstehende Sanierung der Innenstadt stehen lediglich Planungskosten in Höhe von 100  000 Euro an. Mit 40  000 Euro soll der Architektenwettbewerb für die Mietshäuser im Neubaugebiet zu Buche schlagen, 250  000 Euro wollen die Stadtvertreter für die Straßensanierung ausgeben – vorbehaltlich einer Zustimmung des Bauausschusses, der dieses Thema am nächsten Mittwoch auf der Tagesordnung hat. Und auch die 150  000 Euro, die für den Ausbau des Laglumsweges veranschlagt sind, sollen noch von Finanz- und Bauausschuss abgesegnet werden.

Aus dem Planungsstadium heraus ist das Wohnprojekt in der Boldixumer Straße. Für den ersten Bauabschnitt, der in diesem Jahr begonnen werden soll, wurden im Haushalt 1,3 Millionen Euro eingeplant.

Im Finanzplan der Stadt übersteigen bei den Investitionen die Ausgaben die Einnahmen um rund eine Million Euro und auch der Ergebnishaushalt, über den die laufenden Kosten der Verwaltung abgerechnet werden, hat einen Fehlbetrag von 1,3 Millionen Euro. Hier stehen Ausgaben von elf Millionen Einnahmen von 9,7 Millionen Euro gegenüber. „Besorgniserregend“, nannte Dr. Silke Ofterdinger-Daegel von der Kommunalen Gemeinschaft (KG) das, „wir machen nichts und das kostet so viel“.

Dabei kann die Stadt in diesem Jahr mit höheren Gewerbesteuereinnahmen rechnen und auch ihr Anteil an Einkommen- und Umsatzsteuer wird voraussichtlich um ein paar Prozentpunkte steigen. „Doch die höhere Kreis- und Amtsumlage frisst das wieder auf“, so der stellvertretende Finanzausschuss-Vorsitzende Peter Schaper.

Einstimmig hat die Stadtvertretung das Zahlenwerk beschlossen, „wie viel von dem Minus am Jahresende noch übrig ist, werden wir dann sehen“, so Schaper.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 18:45 Uhr

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