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Insel-Bote

11. Dezember 2016 | 09:07 Uhr

St. NIcolai in Wyk : Ein Leben für die Musik

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Martin Bruchwitz ist seit 50 Jahren Kantor. An seinem 75. Geburtstag wurde er dafür geehrt.

Allein schon in der Kirchengemeinde St. Nicolai ist er seit 45 Jahren Kantor, zusammen mit seinen „Dienstjahren“ auf dem Festland sind es aber schon 50 Jahre. Für die Kirchenmusik und die Chorarbeit, die er maßgeblich auf der Insel prägte, wurde Kantor Martin Bruchwitz nun gebührend geehrt und gefeiert.

Hans-Jürgen Wulf, Landeskirchenmusikdirektor für die Nordkirche, war eigens angereist, um Bruchwitz persönlich zu gratulieren. Dabei liege das Dienstjubiläum schon eine Weile zurück, so Wulf, doch der Datenschutz habe verhindert, dass diese Information weitergegeben wurde. Doch Wegbegleiter von Martin Bruchwitz sorgten für die gute alte mündliche Weitergabe, so dass der Ehrentag nachgeholt werden konnte, zumal er mit einem anderen zusammenfiel: Bruchwitz feierte diese Tage seinen 75. Geburtstag. Einmal mehr eine Gelegenheit, den Jubilar hochleben zu lassen und mit ihm diesen Tag zu begehen. Liebevoll hatten Monika und Andreas Reincke für einen kleinen festlichen Rahmen im Hause Bruchwitz gesorgt. Der Kantor freute sich über jeden Gratulanten von Herzen und schwelgte mit seinen Besuchern in Erinnerungen.

So berichtete der pensionierte Lehrer und (immer noch aktive) Kantor Bruchwitz von vielen interessanten Begegnungen mit Gastorganisten und von Anekdoten aus seiner anfänglichen Zeit auf Föhr und betonte, dass er immer noch dankbar für die nette Zusammenarbeit mit seinen Lehrer-Kollegen sei. „Es war eine Zusammenarbeit, die geradezu hervorragend war“, so das Geburtstagskind.

Allerdings sei es seiner vor einem Jahr verstorbenen Frau zu verdanken, so Bruchwitz in liebevoller Erinnerung an sie, dass er all die Jahre auf Föhr geblieben sei. Er selber habe hin und wieder überlegt, sich zu verändern, aber Angela Bruchwitz wollte immer bleiben, und so blieb er eben auch, letztlich ohne es zu bereuen.

Aber 50 Jahre in der Vergangenheit bedeutet nicht automatisch ein Ende: Mit 30 zu organisierenden Konzerten im Jahr und den drei Chören, die Bruchwitz dirigiert, denkt er noch längst nicht an einen Ruhestand. Neben dem Chor der Kantorei und dem Awo-Singkreis ist der Name Bruchwitz auch untrennbar verbunden mit dem Männergesangverein Concordia, den er seit 1971 dirigiert. Den Gratulanten aus diesem Chor versicherte er: „Wir wollen uns nicht unterkriegen lassen und halten durch bis zum 150. Bestehen in zwei Jahren. Wir sind jung und frisch!“

Wenn ein Chorleiter Geburtstag und Dienstjubiläum hat, was liegt da für Gratulanten und Chormitglieder näher, als ein Ständchen anzustimmen? Und was liegt für Vollblutkirchenmusiker Martin Bruchwitz näher, als sein eigenes Ständchen zu dirigieren? Denn das ist seine Passion und macht ihn so sympathisch authentisch.

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