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Insel-Bote

04. Dezember 2016 | 23:32 Uhr

Föhr : Die Insel bleibt karibisch

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Tourismus GmbH willl an dem umstrittenen Slogan festhalten. Umfrageergebnisse bestätigen die Fortführung der erfolgreichen Werbestrategie.

Frischer Wind im hohen Norden: Anfang 2010 ging die Insel Föhr im Zuge einer umfassenden strategischen Neuausrichtung auch in der Kommunikation neue Wege: Mit dem Claim „Friesische Karibik“ startete die Föhr Tourismus GmbH (FTG) eine selbstbewussten Marketingstrategie und positionierte die Insel damit erfolgreich am Markt. Auf Föhr war der Slogan dagegen umstritten. Mit Aktionen wie dem Verteilen von Baby-Bananen am Fähranleger als Willkommensgeschenk fürGäste im Sommer 2011 hatte der Claim auf der Insel für negative Assoziationen gesorgt. Vor allem Insulaner forderten das Ende der „Friesischen Karibik“ und machten diese Forderung noch einmal deutlich, als der neue FTG-Chef Jochen Gemeinhardt 2015 sein Amt antrat. Wie die FTG jetzt mitteilt, wurde, nachdem sich das Marketingteam neu formiert hatte, die Werbestrategie und damit auch die „Friesische Karibik“ kritisch unter die Lupe genommen. In diesem Zusammenhang führte die FTG eine bundesweite repräsentative Umfrage durch und befragte auch die touristischen Leistungsträger der Insel. „In allen Dimensionen hat die ‚Friesische Karibik‘ die Nase vorn – insbesondere in puncto Neugierde und Interesse“, berichtete gestern die FTG-Marketingexpertin Ann-Kathrin Meyerhof. Nach Auswertung der Umfragen habe sich die FTG deshalb für die Fortführung Kampagne entschlossen.

Im November 2015 hatte das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) im Auftrag der FTG eine repräsentative Online-Umfrage mit 1000 Personen zwischen 16 und 70 Jahren durchgeführt. Neben der Bekanntheit der „Friesischen Karibik“ wurden zwei weitere Claims („Natürlich friesisch“ und „Mein Urlaubsglück“) gegengetestet und so hinsichtlich Akzeptanz, Gefallen sowie Interesse und Neugierde abgefragt. Ebenfalls Inhalt der Umfrage war die Differenzierungsfähigkeit der Befragten, was die aktuellen Claims der Inseln Föhr, Sylt, Amrum, Borkum und Norderney betrifft. Eine zweite Online-Befragung folgte Anfang 2016 unter den touristischen Leistungsträgern auf Föhr, an der sich 489 von 908 angeschriebenen Personen beteiligten. Zusätzlich zu den in der Befragung vorgestellten Slogans konnten die Teilnehmer der inselweiten Befragung einen eigenen Claimvorschlag abgeben.

In beiden Umfragen seien mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass die „Friesische Karibik“ Föhr für sie interessant mache und Neugier auf die Insel wecke, berichtet Meyerhof. Dieses Ergebnis bestätige die FTG darin, die Werbekampagne fortzusetzen. „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung waren vor allem die Punkte Interesse und Neugierde. Schließlich wollen wir mit dem Claim vor allem das Interesse der Leute wecken, unsere schöne Insel ins Gedächtnis bringen und damit Lust auf einen Föhr-Urlaub machen. Und in diesem Punkt hat die ‚Friesische Karibik‘ die Nase vorn“, sagt FTG-Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt und fügt hinzu: „Ein starker Claim polarisiert immer“. Mit Marketingmaßnahmen wie der Bananenaktion habe man sich in der Vergangenheit zu sehr auf die Karibik fokussiert und auf der Insel damit für Unmut gesorgt. „Das wollen wir künftig besser machen und die friesische Komponente stärker in den Vordergrund stellen“, verspricht Gemeinhardt.

Als originelle Metapher solle die „Friesische Karibik“ die wichtigsten Stärken der Insel Föhr auf den Punkt bringen: Echte Inselkultur, kilometerlange Sandstrände, windgeschützte Lage, ein grünes Inselinnere sowie das vom Golfstrom begünstige milde Seeklima.

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erstellt am 03.Mai.2016 | 16:15 Uhr

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