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Insel-Bote

09. Dezember 2016 | 20:27 Uhr

Amrumer Landschaft : Die Dünen, das Meer und die Weite der Insel

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Helmut Feeß hat ein Skizzenbuch mit Amrum-Motiven herausgegeben. Der Stuttgarter kam 1974 das erste Mal auf die Insel.

Es sind Landschaften und doch keine Landschaften, es sind die Dünen, das Meer und die Weite Amrums, aber immer auch etwas ganz anderes, was Helmut Feeß da mit schwarzer Tinte oder Buntstift meist auf 30 mal 40 Zentimetern skizziert und nun als stark verkleinerte Reproduktionen unter dem jeweiligen Entstehungsdatum zusammengefasst hat – in einem attraktiven Schmalformatbüchlein, das seiner Tochter Johanna gewidmet ist.

Vielleicht ist es ein Vogel, ein Meeresgetier, ein Kindergesicht, eine weibliche Brust? Vieles lässt sich nur erahnen, ist angedeutet für den, der sich einlassen möchte auf diese Zeichnungen, die zum Teil filigran ausgearbeitet sind und dennoch vage bleiben, häufig schemenhaft in Diagonalen auslaufen. „Damit kann ich sicher nur einen kleinen Kreis ansprechen“, sagt der langjährige Amrum-Urlauber Feeß, der zwar schon seit seiner Schulzeit malt und zeichnet, von Beruf aber Architekt und Denkmalpfleger in Stuttgart war und als Bauleiter in Niebüll 1974 das erste Mal auf die Insel kam.

Der Tuschefüller (Rapidograph) war von Berufs wegen sein Werkzeug, doch eines Abends entstand aus vielen kleinen schwarzen Pünktchen plötzlich ein kleines Vögelchen auf seinem Zeichenpapier, einfach so. Etwas habe sich für ihn in diesem Moment verändert, sagt Wolfgang Feeß, eine Haltung, die anders war als vorher, eine Art Achtsamkeit, die gute Energie erzeugt. Und so, vielleicht auch ein bisschen von WOLS und Pollock angetan, entstanden im Laufe der Jahre nur aus der Erinnerung heraus an einem Stuttgarter Schreibtisch diese skizzenhaft wirkenden Zeichnungen, mit denen Helmut Feeß assoziiert, was er in den Dünen und am Strand vor allem auf Amrum empfunden hat: Weite.






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