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Insel-Bote

08. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

„Jazz goes Föhr“ : Der Föhrer mit dem „Killerinstinkt“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Für Torben Kröger ist der Auftritt im Kurgartensaal ein Heimspiel. Früher hat er selbst beim Wyker Festival den Ton gemischt.

Er wohnt zwar in Berlin, wurde aber auf Föhr geboren, ist durch die Früherziehung in der Wyker Kreismusikschule zur Musik gekommen und hat in einer der Big-Bands von Wolfgang Philipp gespielt. Der Auftritt mit den „Swingkillern“ am Freitagabend beim Festival „Jazz goes Föhr“ ist für Torben Kröger also ein Heimspiel. Im Gespräch mit dem Insel-Boten verrät der Keyboarder der Berliner Band, dass er sich bereits darauf freut, auf seiner Heimatinsel altbekannte Gesichter wiederzusehen.

Wie sind sie zum Klavierspielen gekommen?

Es war der übliche Weg: Früherziehung in der Musikschule. Dann mit sechs Jahren mit Klavier angefangen, klassische Ausbildung halt. Und darüber bin ich dann die Wege weitergeschritten. Später habe ich auch noch Saxophon gespielt, auch in der Big-Band, und dann mit Alexander Rethwisch angefangen, erste Bands zu machen.

Was hat es mit den „Swingkillern“ auf sich?

2003 haben die sich gegründet und der Schlagzeuger und der Gitarrist sind noch Ur-Gründungsmitglieder. Nach dem Studium bin ich von Hamburg nach Berlin gegangen und habe da beim Fernsehen angefangen. Da hat mir ein Arbeitskollege gesagt, die „Swingkiller“ suchen einen Keyboarder, und so bin ich 2007 dann dazu gestoßen.

Was macht den Swingkiller-Sound so besonders?

Es ist eine interessante Mischung aus jazzigen Fusion-Sachen aus den 70-ern, Steely Dan ist so eine Band, die uns sehr prägt, also vor allem den Gitarristen und mich. Und dann mit Einstreuungen aus den 90-ern haben wir so einen ganz eigenen Sound kreiert, den alle aus der Band unterstützen. Wirklich alle von uns sind da voll involviert. Dadurch ist das ganze sehr mehrgleisig, sehr offen.

Wie kommen die Swingkiller jetzt zu „Jazz goes Föhr“?

Ich habe Wolfgang Philipp Weihnachten beim Einkaufen getroffen. Da haben wir gequatscht und ich habe ihm etwas von meiner Band erzählt und da meinte er gleich: Könnte ja vielleicht passen, irgendwie. Und ich kenne ihn halt seit 25 Jahren, bei den ersten „Jazz-goes-Föhr“-Festivals habe ich noch den Ton gemischt. Und dann hat sich das halt jetzt so ergeben. Er meinte: „Super, machen wir.“ Und das ist jetzt natürlich obergeil.

Wie ist es, in die alte Heimat zurückzukommen?

Ich freue mich da total drauf. Vor allem beim Festival zu spielen ist wie nach Hause zu kommen. Finde ich echt großartig. Mal gucken ob da Leute kommen, die man noch kennt von früher.

Inwiefern spielt Föhr noch eine Rolle in ihrer Musik?

Die Big-Band-Zeiten haben schon eine harte Prägung hinterlassen. Und die klassische Klavierausbildung spielt natürlich auch eine immens große Rolle, vor allem im Theoretischen. Aber auch heute noch gibt es viele Elemente aus meinen Kindertagen mit der Musik.

Welche Zukunft sehen sie beim Blick in ihre musikalische Glaskugel?

Die Glaskugel ist sehr beschlagen gerade. Ich habe wirklich keine Ahnung. Wir machen natürlich viel in Berlin und proben auch in Friedrichshain und spielen oft in Kreuzberg. Aber wir sind auch alles Familienväter und sind dann doch eher eine Feierabend-Band. Wir sind eigentlich eine tolle Truppe und manchmal denkt man: Jetzt legen wir richtig los. Aber dann bekommen doch alle wieder Angst.

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