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Insel-Bote

06. Dezember 2016 | 15:13 Uhr

In nOrddorf : „Denk ich an Amrum...“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bei einem Benefiz-Konzert der Klinik Satteldüne gab es nicht nur schöne Musik. Zum Programm gehörten auch berührende Video-Botschaften.

Neben der Musik vom Sylter Blechbläserensemble gab es bei einer Benefizveranstaltung des Fördervereins der Fachklinik Satteldüne im Norddorfer Gemeindehaus Videobotschaften von „typischen Amrumern“. Das Blechbläserensemble besteht aus passionierten Laienmusikern. Klinikdirektorin Saskia Louwers spielte Trompete und führte durch das Programm, in dem dem Publikum eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte mit Werken von der Klassik bis hin zum lateinamerikanischen Tango geboten wurde. Doch zunächst begrüßte Sarah Iwersen, Vorsitzende des 2011 gegründeten Fördervereins, die zahlreichen Gäste und berichtete über die Aufgaben und Ziele der Fachklinik.

Die erste Videobotschaft gestalteten junge Patienten der Fachklinik. Fünf Zehn- bis Zwölf jährige erzählten, was ihnen einfällt, wenn sie an Amrum denken. Und da waren sie sich alle einig, ob sie das erste Mal oder schon öfter auf der Insel waren – Meer, Dünen, Sand, Leuchtturm, Watt und die Sonnenuntergänge sind für sie die wichtigsten Dinge von Amrum.

Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier zeigte dem Publikum seinen Lieblingsplatz, den „Kanonenberg am Hexenwald“, dort wo er als Kind oft spielte. Ihm ist der Erhalt der einzigartigen Inselnatur ein großes Anliegen. Der Amrumer Künstler Kai Quedens beschrieb das Teehaus Burg in Norddorf, wo er sich als junger Student etwas Geld dazuverdiente, und sogar Richard von Weizsäcker zu seinen Gästen zählen durfte. Seine schönste Erinnerung ist aber das Kennenlernen seiner großen Liebe, just an diesem Ort. Wellem Peters, Inhaber der „Seekiste“ in Nebel, berichtete von der Verwirklichung seines Traumes, ein eigenes Lokal auf Amrum zu führen, welches er heute noch mit Herzblut betreibt. Peters las eine Anekdote aus alter Zeit, die die Besucher zum schmunzeln brachte. Umrahmt wurden diese Botschaften vom Bläserensemble mit Stücken von Mendelssohn-Batholdy, Händel und anderen Meistern.

Nach musikalischer Eröffnung des zweiten Teils kamen nun acht- bis zehnjährige Patienten der Fachklinik Satteldüne zu Wort: „Wenn ich an Amrum denke, dann denke ich an Fußball spielen, den tollen Spielplatz der Satteldüne, Schätze finden, Sport, klettern und toben“, berichteten die Kinder.

Weiter ging es mit dem Leuchtturmwärter Helmut Bechler. Ihm liegt Amrums Natur am Herzen, und jeden Morgen, wenn er den Leuchtturm aufschließt, genießt er den Blick über das Meer und den endlosen Sandstrand. „Hier gehe ich nicht mehr weg“ sagte Bechler schmunzelnd. Auch Inselpastor Georg Hildebrandt genießt Amrums „zauberschöne Landschaft“, in der man zu sich selbst finde.

Die letzte Videobotschaft wurde von Ute Feddersen-Hansen vorgetragen. Seit vielen Jahren auf Amrum „seßhaft“ geworden, ist sie aktiv mit dem Inselleben verbunden. Tätig als Lehrerin an der Fachklinik Satteldüne, empfindet sie es als Geschenk, auf Amrum leben und arbeiten zu dürfen. „Durchatmen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein“, so ihre Worte. Ihr Hobby wurde das Tanzen in der Amrumer Trachtengruppe, das Pflegen der alten Tradition. Ein Video eines Tanzes der Trachtengruppe konnten die Besucher zum Abschluss genießen.

Das Bläserensemble füllte den zweiten Teil mit Werken unter anderem von Poulenc, Brahms und Velàzquez. In der Stille zwischen den Stücken hörte man ein leises „schööön“ aus den Zuschauerreihen. Und ja, es war einfach schön!

Ein besonderer Dank ging anschließend an die Jugendlichen der Technik-AG der Öömrang Skuul, die mit Regisseur Wolfgang Fastenrath die Videobotschaften gefilmt und außerdem die Leitung des technischen Ablaufes des Abends inne hatten. Ein begeisterter Applaus folgte am Ende für das Blechbläserensemble, das sich seinerseits mit Zugaben beim Publikum bedankte.
















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erstellt am 09.Sep.2016 | 18:27 Uhr

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