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Insel-Bote

06. Dezember 2016 | 09:17 Uhr

Auf Föhr : Damit der Schulweg sicherer wird

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nützliches Geschenk: Der ADAC verteilt Fahrradhelme an die Föhrer Abc-Schützen.

„Dieses Jahr sind wir relativ nordlastig“, meinte Jürgen Krabbenhöft vom Vorstand des ADAC in Schleswig-Holstein lachend. Zusammen mit Lorenz-Peter Volquardsen vom MC „Rund um den Stollberg“ aus Bredstedt überreichte er jedem Erstklässler der Wyker Rüm-Hart-Schule und der Grundschule Föhr-Land einen neuen Fahrradhelm. Mit Unterstützung der Deutschen Post sponsert der ADAC jedes Jahr 500 Helme an ausgesuchte Grundschulen im Land, und jetzt führte die Sponsorenreise auf die Insel. Nachdem erst die jüngsten Schüler in Wyk ihre neuen Kopfbedeckungen in Empfang genommen hatten, freuten sich auch die Abc-Schützen der Grundschule Föhr-Land und ganz besonders deren Schulleiter Michael Oldigs, der sich herzlich bedankte.

Seit vielen Jahren kümmere sich der ADAC um einen optimalen Schutz für junge Radfahrer, so Krabbenhöft und erklärte den Kindern: „Wir sind hier, weil wir es für wichtig halten, das zu schützen, was ganz wichtig ist: nämlich den Kopf!“ Sein Kollege Volquardsen demonstrierte, wie ein Helm richtig auf dem Kopf zu sitzen hat, damit er im Fall eines Sturzes oder Unfalls auch nicht verrutscht. Und noch eine kleine „Hausaufgabe“ gab es für die jüngsten Verkehrsteilnehmer von den „Gelben Engeln“ mit auf den Weg: „Seid Vorbilder für Eure Eltern und überzeugt sie, auch einen Helm zu tragen.“

Schon 90 Prozent aller sechsjährigen Kinder in Schleswig-Holstein führen mit dem Rad, oft ohne Begleitung Erwachsener, begründet der ADAC Schleswig-Holstein, warum er sich seit vielen Jahren für einen optimalen Schutz der jungen Radler engagiert. Mit der Helm-Aktion möchte der Automobilclub mit Unterstützung der Deutschen Post einen Beitrag zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer leisten.

Verkehrsbeobachtungen hätten ergeben, dass die Kinder im nördlichsten Bundesland mehr und früher mit dem Rad fahren als in anderen Bundesländern, heißt es dazu in einer Mitteilung des Automobilclubs. Entsprechend sei aber auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern noch viel zu hoch. Im vergangenen Jahr seien 592 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren auf dem Fahrrad bei Unfällen verletzt worden – fünf Prozent mehr, als noch ein Jahr zuvor. „Fast 90 Prozent aller Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern ereignen sich in Ortslagen – und damit oftmals auf dem Schulweg. Wer einen Helm trägt, ist im Fall eines Falles einfach besser geschützt“, so Krabbenhöft, der betonte, dass es „keinesfalls uncool“ sei, einen Helm zu tragen.

Der ADAC empfiehlt deshalb dringend, dass Eltern ihre Kinder nur mit Helm und einem verkehrssicheren Fahrrad auf die Straße schicken. Dazu gehörten unbedingt eine komplette Beleuchtung, die vorgeschriebenen Reflektoren, funktionsfähige Bremsen hinten und vorn, eine Klingel sowie Flickzeug für den Notfall. Außerdem sollte Kindern genau gezeigt werden, in welchen Bereichen ihrer Wohnumgebung sie Rad fahren können und wo besondere Gefahren bestehen.


Weitere Informationen zum sicheren Radfahren gibt auch die Broschüre „Schulweg-Ratgeber“, die in allen ADAC Geschäftsstellen und Reisebüros kostenlos erhältlich ist.

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