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Insel-Bote

06. Dezember 2016 | 15:11 Uhr

Ins Wasser gefallen : Besucher trotzen Wind und Regen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ob Sommer- oder Jubiläumsfest: Schietwetter kann gute Laune in Wyk nicht verderben.

Ob Jubiläums-Fest in der Mittelstraße oder Sommerfest in der Rüm-Hart-Schule: Der Wettergott hatte wahrlich kein Einsehen. Doch die jeweiligen Organisatoren machten das Beste aus der Situation und ließen sich von dem Schietwetter nicht die gute Launde verderben.

Dabei traf es die Schüler, Eltern und Lehrer in der Süderstraße noch weniger schlimm. „Man kann den Wetterberichten ja nie so wirklich trauen. Um kurz vor drei haben wir dann entschieden, unser Fest nach innen zu verlagern.“ Bea von Reusner, erste Vorsitzende des Fördervereines der Grundschule, war sichtlich froh, mit der Turnhalle ein schützendes Dach für all die Spiele und Aktionen gefunden zu haben.

Denn das Sommerfest sollte der vorläufige Höhepunkt eines ereignisreichen ersten Jahres des neuen Vorstandes des Fördervereines sein. Von einer Schuldisco über Töpfern bis hin zu Zelten war einiges angeboten worden. Vieles davon zum ersten Mal, wie auch die Fahrrad-Fit-Aktion, bei der deutlich wurde, wie viele Kinder mit verkehrsuntauglichen Fahrrädern durch die Gegend fahren. „Wir wurden viel unterstützt, von Eltern aber auch von vielen Freiwilligen und Spendern. Mit diesem Sommerfest wollen wir auch in gewisser Weise Danke sagen.“

Vor allem die Kinder dürfte es freuen, was die Verantwortlichen des Fördervereins da auf die Beine gestellt hatten. Von einer Tombola mit zahlreichen Spenden über ein Glücksrad und Dosenwerfen bis hin zum Selbstgestalten von Buttons war so gut wie alles dabei, was das Grundschülerherz begehrt. Und auf dem Schulhof konnte beim Zielspritzen sogar mit noch mehr Wasser gespielt werden.

Das Fest ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel des Fördervereines: „Wir wollen die Schule zu einem Ort machen, der auch am Nachmittag lebendig ist. Schüler, Lehrer und Eltern, alle gehören dazu“, so von Reusner. Ein Ziel, das zumindest an diesem Tag erreicht wurde. Und ganz nebenbei konnte der Förderverein noch einige neue Unterstützer gewinnen.

Sehr viel härter vom Regen getroffen wurde das Straßenfest in der Mittelstraße. „Zwischendurch, als es richtig schüttete, war die Laune natürlich schon echt mau“, zeigte sich Šárka Walterscheid enttäuscht von dem Wetter. Die Party wollte sie sich aber trotzdem nicht vermiesen lassen, und das schien nicht nur ihr so zu gehen: „Sobald es trocken war, kamen die Leute auf die Straße und die Stimmung war gut.“

Mit dem Fest wurde die Erfolgsgeschichte der Mittelstraße-Aktionen weitergeführt. Vor zwei Jahren hatte die Modeschau großen Anklang gefunden und die Weihnachtstombola erfreute sich in den letzten beiden Adventszeiten großer Beliebtheit. Und auch bei dem Fest am vorigen Freitag durfte eine besondere Aktion natürlich nicht fehlen. Deshalb wurde kurzerhand ein Kellnerlauf ins Leben gerufen. „Ich hatte das im Internet gesehen und fand das eine gute Idee.“, erklärt Walterscheid.

Die Spielregeln: Die teilnehmenden Kellner mussten mit einem Bier-Tablett möglichst schnell vom „Fieties“ zum Gezeitenbrunnen, dann hoch bis zur Stadtsäule und wieder zurück zum Ausgangspunkt laufen. Dabei kam es nicht auf die schnellsten Zeiten an, sondern auch auf die Restmenge Bier, die in den Plastikbechern blieb. Wer die beste Kombination hatte, gewann.

Und die beste Strategie hatte offensichtlich Johannes Lahring: „Ich habe erst versucht auf das Bier aufzupassen, und dann im Endspurt alle zu überholen. Der Plan ist aufgegangen, an der Stadtsäule war ich noch letzter und im Ziel dann erster.“ Damit konnte sich der Inselgast im großen Finale des 1. Föhrer Kellnerlaufes gegen den Lokalmatadoren Nils Twardziok und gegen Eckhard Grabow durchsetzen. Der Amateurkellner nahm es sportlich: „Es hat trotzdem immens viel Spaß gemacht.“ Und auch Twardziok zeigte sich als guter Zweitplatzierter: „Immerhin schnellster Föhrer.“ Für alle drei Finalisten, die sich zuvor in der Vorrunde gegen zehn Mitläufer durchgesetzt hatten, gab es Gutscheine zur Belohnung.

Doch der Wettbewerb der etwas anderen Art war nicht die einzige Attraktion des Mittelstraßenfestes. Es gab wieder mehrere Modenschauen, bei denen die aktuelle Damen- und Herrenmode präsentiert wurde, dazu konnte am Glücksrad gedreht werden, man konnte sich schminken lassen oder auch in den Genuss einer Nassrasur kommen. Natürlich war auch an das leibliche Wohl der Besucher gedacht worden und für die musikalische Unterhaltung sorgte die auf Föhr geborene Sängerin Norma Schulz. Hingegen musste die Idee, einen Teil der Mittelstraße in einen Sandkasten zu verwandeln wegen des Regens begraben werden.

Doch auch so war in den Gesichtern vieler Besucher ein breites Lächeln zu erkennen. Für Šárka Walterscheid Beweis dafür, dass sich der Aufwand gelohnt hat: „Seit Februar haben wir zusammen geplant und getüftelt.“ Als am Abend, pünktlich zum großen Finale des Kellnerlaufes, doch noch die Sonne durch die Wolken brach, stimmte dies versöhnlich. Einer Neuauflage des Festes steht somit eigentlich nichts im Wege. Und vielleicht können die Besucher dann bei Sonnenschein sportlichen Kellnern, gestylten Models und geschminkten Kindern zuschauen.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 08:30 Uhr

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