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Insel-Bote

10. Dezember 2016 | 08:00 Uhr

Föhr Amrumer Bank : Besonnener Lotse durch schwieriges Fahrwasser

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Georg Volta tritt in den Ruhestand. Er hat das Geldinstitut über 30 Jahre geführt.

Über 30 Jahre lang hatte Georg Volta die Zügel der insularen Genossenschaftsbank in der Hand. Doch nun scheidet er aus, was sein Kollege Marko Reese zum Anlass nahm, bei der Generalversammlung der Föhr-Amrumer Bank das Engagement des Scheidenden zu würdigen.

Am 1. Februar 1986 kam Volta zusammen mit seiner Frau Silke und den drei Kindern auf die Insel, wo er seine Tätigkeit bei der Föhrer Volksbank aufnahm. Als Bankkaufmann, Diplom-Betriebswirt und ausgebildeter Verbandsprüfer war er der richtige Mann, eine Unterschlagung aufzudecken, durch die die Volksbank in schweres Fahrwasser geriet. „Nach einer Zeit der extremen Belastung“, so Reese, wurden die Weichen für eine dauerhafte Zukunft gestellt: Die Raiffeisenbank Föhr und die Föhrer Volksbank fusionierten 1991 zur Föhrer Bank. „Hier wurde zusammengefügt, was zusammen gehörte.“

Es folgten die Abarbeitung der Fusion und die bauliche Umgestaltung in der Boldixumer Straße. „Vermutlich wurde es Georg Volta zu ruhig“, meinte sein Kollege und erinnerte an die Fusion mit der Raiffeisenbank Amrum zur heutigen Föhr-Amrumer Bank im Jahr 2000. Die schwierige Folgezeit sei heute überwunden, dazu habe Volta mit der ihm eigenen Ruhe, Weitsicht, Fachkompetenz und notfalls auch deutlichen Worten beigetragen. „Er hinterlässt eine Eigenkapital starke, geordnete, moderne und selbstbewusste Föhr-Amrumer Bank“, lobte Reese seinen Kollegen. Im Namen des Aufsichtsrates und aller Mitarbeiter dankte der Redner Georg Volta für seine Leistung zum Wohle der Bank und wünschte ihm alles Gute für den Ruhestand.

Ein besonderes Geschenk zum Abschied konnte Georg Volta von Heinrich Heymann entgegennehmen: Eine Medaille, die 1919 zum 100. Jubiläum des Seebades Wyk herausgegeben wurde. Heymann verwies darauf, dass auf dieser Medaille der Dreimaster heil und mit wehenden Flaggen abgebildet ist. Jetzt sei auf dem Wappen der Stadt ein havariertes Schiff zu sehen. Er habe keine Ahnung, wie und wann diese Änderung zustande kam. Gleichzeitig erinnerte er auch daran, dass in drei Jahren wieder ein Jubiläum des Seebades ansteht. „Es wird Zeit, das die Verantwortlichen in die Plünnen kommen“, so der Redner.

Georg Volta, der sichtlich gerührt war, versprach, dass diese Gedenkmedaille einen besonderen Platz bekommen werde. Er dankte Marko Reese für eine gute und freundschaftliche Zusammenarbeit in nicht immer leichter Zeit und freute sich, mit Dirk Müller einen geeigneten Nachfolger zu haben.


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erstellt am 27.Jul.2016 | 18:28 Uhr

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