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Insel-Bote

04. Dezember 2016 | 02:59 Uhr

Auf dem Wyker Flugplatz : Alte und neue fliegende „Schätzchen“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das „Fly In“ zieht nicht nur Hobbypiloten, sondern auch viele, viele Zuschauer an. Die Hangar-Party hat Kultstatus.

Hochbetrieb im Luftraum über der Insel Föhr: Zum zwölften Mal fand am Sonnabend auf dem Wyker Flugplatz das „Fly In“ statt, und welchen Kult-Charakter diese Veranstaltung inzwischen besitzt, zeigt, dass selbst aus Schweden und der Schweiz Piloten angeflogen kamen.

Mit rund 350 Landungen seien zwar weniger Flugzeuge gekommen, als im Vorjahr, berichtet Flugleiter Hans-Werner Jacobsen, der diesen Rückgang darauf zurückführt, dass man im morgendlichen Regen noch nicht ahnen konnte, wie schön das Wetter an diesem Sonnabend noch werden sollte. Mit allerfeinstem Sommerwetter wurden am Nachmittag nicht nur die Hobby-Piloten belohnt, die den Weg nach Föhr gefunden hatten, sondern auch all die Insulaner und Gäste, die sich das Spektakel am Wyker Flugplatz anschauten. „Zwischen 3000 und 4000 Menschen dürften das den Tag über gewesen sein“, schätzt der Tower-Chef.

Die konnten einige betagte fliegende „Schätzchen“ anschauen. Eine Stampe und eine Boeing Stearman, beides Flugzeuge, die in den 1930-er Jahren konstruiert wurden, sowie eine Pilatus PC 2, ein Flugzeugtyp, der 1945 erstmals gebaut wurde und bis in die 1980-er Jahre von der schweizer Armee genutzt wurde, hatten zum „Fly In“ den Weg nach Föhr gefunden.

Und auch am Boden konnte man alte Karosserien bewundern. Der Föhrer Oldtimerclub hatte am Rande des Flugfeldes seine alten Traktoren und Automobile aufgestellt.

Wie sieht ein Rettungshubschrauber von innen aus und wie werden Patienten damit transportiert? Auch das erfuhren die Besucher des Flugtages, denn eine rote fliegende Intensivstation konnte besichtigt werden. Mit anderen Hubschraubern wurden den ganzen Tag Rundflüge über die Insel angeboten. Und am Boden konnten Piloten sich über die Navigationsgeräte eines großen schweizer Herstellers informieren, dem es in Wyk so gut gefiel, dass er, so berichtet Jacobsen, bereits angekündigt habe, im kommenden Jahr mit einem noch größeren Stand wieder dabei zu sein.

Als dann am Abend auf dem Flugplatz wieder Ruhe einkehrte, ging es für viele Piloten erst richtig los: Die Hangarparty beim Föhrer „Fly In“ ist in Fliegerkreisen längst Kult. „112 Flugzeuge und zwei Hubschrauber blieben über Nacht, 220 Leute kamen zur Pilotenparty“, berichtet Hans-Werner Jacobsen. Eine rundum gelungene Geburtstagsfeier für den Wyker Flugplatz also. Denn der wird in diesem Jahr 90 Jahre alt.

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erstellt am 08.Aug.2016 | 12:30 Uhr

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