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In Midlum : Als Sandra aus Wuppertal das Glück in die Arme lief

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Beim Föhr-Marathon gab es nicht nur sportliche Höchstleistungen. Im Ziel machte ein Teilnehmer seiner Angebeteten einen Heiratsantrag.

Für Nick Fischer aus Wuppertal wartete nach dem Halbmarathon am Ziel neben einer Medaille gleich der Hauptgewinn, den er sich selbst ausgesucht hatte: In Alkersum tauschte er sein Marathon T-Shirt gegen sein selbst kreiertes, auf dem dann die so vieles entscheidende Frage formuliert war: „Sandra, meine Superfrau, willst du mich heiraten?“. Und Sandra hat ja gesagt.

Das Marathon-Organisationsteam um Sabine Siefert war eingeweiht und hatte die zukünftige Frau Fischer gebeten, „doch mal eben“ bei der Medaillenverteilung am Ziel zu helfen. Es musste schließlich sichergestellt sein, dass ihr das Glück direkt in die Arme laufen konnte.

Aber auch alle anderen Läufer hatten Glück, denn Petrus war ihnen wohlgesonnen: „So ein Wetter werden wir vermutlich nie wieder haben“, meinte Siefert in ihrem Resümee des sechsten Föhr-Marathons. Und sie hatte wahrlich Recht, denn Sturm, Regen, Schneeverwehungen und Glatteis hatten die Läufer in anderen Jahren bereits erlebt. Dieses Mal lud ein strahlend blauer Himmel 306 Sportler (99 Marathon- und 174 Halbmarathon-Läufer sowie 33 Teams) zum sportlichen Großereignis ein, dessen Strecke als eine liegende Acht die Sportler über Wyk und viele Inseldörfer führt. Das schöne Wetter kam auch den Zuschauern sehr entgegen, die sich bis zum letzten Zielläufer – immerhin 245 gehörten dazu – in großer Zahl entlang der Strecke aufhielten und mit Applaus nicht geizten.

Wieder bewiesen 18- bis 73-Jährige, dass sportliche Betätigung keine Altersgrenzen kennt, was von den vielen „Nachwuchsmarathonis“ mit dem Kinderlauf (500 Meter/1000 Meter) noch unterstrichen wurde. Als „alter Bekannter“ zeigte Marathon-Hund Clarkson, eine sehr zähe Jack-Russell-Mischung, dass auch kurze Terrierbeine ins Ziel führen.

Insgesamt 140 ehrenamtliche Helfer sorgten wieder für einen reibungslosen Ablauf, zu dem auch das Zerschneiden und Austeilen des Inhalts von drei Bananenkisten, von 30 Kilogramm Äpfeln oder 600 Müsliriegeln gehörten. Ärztlich versorgt worden seien lediglich eine Fußblase und eine kleine Schnittwunde eines Helfers, so Siefert, ansonsten seien alle heil angekommen.

„Es war anstrengend, aber sehr schön“, ergänzte sie zufrieden und fügte hinzu, dass für sie und ihren Partner Michael Goldstein die Nacharbeit des Marathons noch eine Woche länger dauere, bevor es eine Ruhepause gebe. Die wird nicht allzu lang sein, denn wer einen Blick auf die Vereinshomepage (www.foehr-marathon.de) wirft, wird feststellen, dass der siebte Föhr-Marathon bereits in Planung ist.





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