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Insel-Bote

10. Dezember 2016 | 04:05 Uhr

Finanzausschuss : Alles eine Kostenfrage

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Lohnt sich ein hauptamtlicher Bürgermeister für Wyk? Die Politiker warten weiter auf Zahlen.

Immer wieder diskutieren Wyker Kommunalpolitiker darüber, ob es angesichts der Fülle der Aufgaben und der Größe der Stadt Sinn macht, den bisherigen ehrenamtlichen Bürgermeister durch ein hauptamtliches Gemeindeoberhaupt zu ersetzen. So auch in der jüngsten Sitzung des städtischen Finanzausschusses, wo Informationen über die Kosten eines hauptamtlichen Bürgermeisters auf der Tagesordnung des nichtöffentlichen Teiles standen. Doch es kam dann etwas anders. Auf Antrag der Grünen, die die Überzeugung vertraten, es seien keine persönlichen Belange im Spiel, wurde dieser Punkt öffentlich behandelt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand dann aber eine ganz andere Frage, nämlich die nach einem hauptamtlichen Werkleiter des städtischen Liegenschaftsbetriebes, der unter Umständen auch die Funktion eines Stadtmanagers übernehmen könne.

Till Müller von den Grünen monierte nachdrücklich die Entwicklung bei der Diskussion um einen Bürgermeister: „Vor einem Jahr haben wir dieses Thema ins Gespräch gebracht und wir sind heute keinen Schritt weiter“. Als äußerst merkwürdig bezeichnete Müller auch die Tatsache, dass bei der Sitzung der Stadtvertretung am 20. Juli die Auskunft erteilt wurde, die Untersuchung eines Sachverständigen liege noch nicht vor. Der Posteingangsstempel dieses Zahlenwerkes beweise aber, dass das Schreiben bereits am 14. Juli vorlag. Auch ein weiteres Schreiben sei über eine Woche liegengeblieben. „Das ist sehr ärgerlich, weil es um Zahlen geht, auf die wir schon lange warten“. Nicht nur Müller, sondern auch Peter Schaper von der SPD bezeichnete die Entwicklung als nicht nachvollziehbar. Weiter stellten die Kommunalpolitiker fest, dass die Frage der Kommunalen Gemeinschaft (KG) nach einem Vergleich der Kosten von Haupt- und Ehrenamtler nicht beantwortet sei. „Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit blieb völlig unklar“, so Müller, der die Vermutung äußerte, dass an die Fachleute die falschen Fragen gestellt worden seien. Wenn man jemanden einstelle, müsse man sich vorher überlegen, ob man dessen Gehalt auch finanzieren könne, gab er zu bedenken. „Wir stochern weiter im Nebel“, so Peter Schaper, und Silke Ofterdinger-Daegel (KG) merkte an: „Wir hätten uns eigentlich eine richtige Beschlussvorlage gewünscht“.

Lars Schmidt (CDU), der Vorsitzende des Ausschusses, trat vehement gegen die Bestellung eines hauptamtlichen Bürgermeisters ein und vertrat die Meinung, dies werde viel zu teuer.

Einig waren sich aber alle Mitglieder des Finanzausschusses, dass ein Werkleiter für den Liegenschaftsbetrieb gefunden werden müsse, da die zunächst angedachte Überführung dieses Betriebes in eine GmbH inzwischen zu den Akten gelegt sei. Doch so richtig klar war dessen Aufgabenbereich dann auch nicht. Schließlich einigten sich die Ausschussmitglieder einstimmig darauf, dass die Stellenausschreibung für einen Werkleiter in Angriff genommen werden und die Änderung der Betriebssatzung zum 1. Januar 2017 erfolgen soll. Über die Frage eines hauptamtlichen Bürgermeisters muss nach Überzeugung des Ausschusses die Wyker Stadtvertretung entscheiden.

Im Verlauf der Sitzung galt es dann Änderungen für eine ganze Reihe von Entgeltordnungen zu billigen, die von Ulrich Koch, dem Leiter des Hafenbetriebes, erläutert wurden. Dabei ging es um die Vermietung von Strandkörben, die Benutzung der Hafenwaage und des Bootskranes sowie die Liegegebühren im Hafen. Die letzte Entscheidung wird dann die Stadtvertretung haben, die auch über die Tourismus-Abgabensatzung abschließend entscheiden wird.

Einstimmig billigten die Ausschussmitglieder die Auftragsvergabe für eine Machbarkeitsstudie zur Modernisierung und Erweiterung des Aquaföhr und des Kurmittelhauses.


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erstellt am 08.Sep.2016 | 12:20 Uhr

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