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Insel-Bote

11. Dezember 2016 | 13:07 Uhr

Abitur 2016 : Abschied eines besonderen Jahrgangs

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ein Jahrgang der Superlative verlässt die Schule: Rekordverdächtige 67 junge Insulaner haben an der Eilun-Feer-Skuul die Reifeprüfung bestanden.

Ein Jahrgang der Besonderheiten und Superlative verlässt die Schule: 67 Abiturienten aus drei Klassen wurden zum ersten (und wahrscheinlich letzten) Mal als Doppeljahrgang in einer Feierstunde in der Sporthalle des Schulzentrums verabschiedet. Das Forum des Schulzentrums hätte den „G8ern“ und „G9ern“ (acht beziehungsweise neun Jahre Gymnasialzeit) nicht ausreichend Platz geboten, was das Ausweichen auf die Sporthalle notwendig gemacht hatte.

Besonders sei der Doppeljahrgang schon allein deswegen gewesen, da es danach keinen mehr geben wird, so Schulleiter Carl Wögens in seiner Begrüßung, der demographische Wandel stehe dagegen. Als einer der schönsten Zustände im Leben bezeichnete er die Zeit zwischen schulischer Vergangenheit und beruflicher Zukunft und ermunterte die Abiturienten, diese Zeit zu genießen, bevor es auf die Wanderung ins Leben gehe. „Nehmt euch auch Zeit für die Mitwanderer“, so sein Rat, „und auch für die, die nachhinken.“

„Viele von euch kenne ich seit 2004“, verriet Matthias Dillmann als einer der drei Klassenlehrer, der sich in seinen Abschiedsworten humorvoll mit der Statistik rund um Schule und Abitur beschäftigte. So hatte er berechnet, dass die Föhrer G8er mit einer Gesamt-Durchschnittsnote im Abitur von 2,45 etwas besser ab als ihre G9- Mitschüler (2,55) abgeschnitten hatten. Beachtenswert, so Dillmann, sei die Tatsache, dass von den Föhrern insgesamt 19 Prozent einen Notenschnitt mit einer Eins vor dem Komma erreicht hätten, auch hier liege G8 mit 21 etwas vor G9 mit 18 Prozent.

„Habt Ihr euch schon einmal gefragt, was Ihr denn nun ‚wert‘ seid?“ fragte Dillmann und stellte neueste Berechnungen vor, wie viel ein Schüler beziehungsweise Student von der Geburt bis zum fertigen Studium koste. Interessante Einblicke gäben auch die sogenannten „Microlifes“, einer Einheit für Risiko und Lebenszeit, des englischen Risikoforschers David Spiegelhalter. Dabei entspräche ein Microlife einer halben Stunde. Da die eigene Lebensweise die größte Gefahr darstelle, Lebenszeit einzubüßen, ermunterte Dillmann die ehemaligen Schüler: „Probiert euch aus, geht an eure Grenzen. Denn die Angst vor der Gefahr ist meist größer als die Gefahr selbst.“

„Ihr wart der sportlichste Jahrgang, den ich überhaupt kennengelernt habe.“ Sport- und Englischlehrerin Anke Gründler zählte zusammen mit Timm Emser als einem weiteren Klassenlehrer in einer launigen Rede alle „Super-Abi-lative“ auf: Ob in Leichtathletik oder Schwimmen, Beachvolleyball oder Basketball – viele schulinterne Rekorde würden gerade von diesem Jahrgang gehalten. „Ihr seid auch die ersten, die ihr ganzes Schulleben von der Grundsanierung des Gebäudes gehört, sie jedoch nicht erlebt haben“, so Gründler weiter. Und Emser erinnerte mit Fotos von der Kursfahrt in der Oberstufe daran, dass es sich auch um den abenteuerlustigsten Jahrgang gehandelt habe.

Mit acht Einsen in der schriftlichen Mathearbeit, davon drei mit 15 Punkten und sechs Schülern, die im Mündlichen die volle Punktzahl erreichten, prophezeiten die beiden Lehrkräfte dem Jahrgang 2016 eine erfolgreiche Zukunft.

„Die Abirede ist genauso schwierig wie das Abi selbst“, gestand Moritz Petersen, der sich gemeinsam mit seinen „Mitstreitern“ Christian von Stülpnagel und Cara Regier bei seinen Lehrern bedankte, dass ihnen Werte und Normen vermittelt worden seien. Retrospektiv kritisch beäugte von Stülpnagel das System G8 und erklärte humorvoll, wie es komme, dass sich die Abiturienten auf kein „Abschlussmotto“ einigen konnten. Mit kleinen Präsenten bedankten sich die Redner bei ihren ehemaligen Mathelehrern Eckhard Steinhagen und Carsten Aulbach, ihren Klassenlehrern Martina Star-Finkh, Timm Emser und Matthias Dillmann sowie bei Anke Gründler für die unvergessene Klassenfahrt.

Ein sehr guter Jahrgang verlässt die Schule – das zeigten auch die vielen Preise und Ehrungen für die Schüler, die mit tollen Noten und/oder großem sozialen Engagement herausragten:

Aus der Hand von Dr. Volkert Faltings erhielten Anton Wichmann und Henrik Thomsen, beide mit einem Traumdurchschnitt von 1,0, den Preis der Ferring-Stiftung für das beste Abitur. Für die volle Punktzahl im Fach Mathematik überreichte Faltings den Gerd-Faltings-(Mathematik)-Preis an Erik Pudelko, Henrik Thomsen und Anton Wichmann.

Gleich drei Auszeichnungen gab es für Leo Schäfer, der sowohl für seine erfolgreiche Teilnahme an der Matheolympiade und seine Hilfe beim Projekt „Schüler helfen Schülern“ als auch für seine herausragenden Leistungen im Fach Physik von den Fachschaftsleitern Carsten Aulbach und Corinna Buschhorn mit Präsenten gewürdigt wurde. Gleichfalls belohnte Wögens das soziale Engagement des Schülers, der eine Informatik-AG geleitet hatte. Ein großer Dank inklusive Geschenk ging auch an Ramona Scherer für ihre Leitung von drei Tanz-AGs.

Auch nicht unerwähnt bleiben sollte, so der Schulleiter, die beachtliche Leistung des jungen G8-Schülers Christian von Stülpnagel, der im Abitur die Durchschnittsnote von 1,1 erzielt hatte.

Für die „undankbare Arbeit im Dunkeln, ohne Tageslicht in der Schulbücherei“ bedankte sich Wögens bei Cara Jeß, Anni Peters, Emily Roos, Lea-Christin Seidel und Emilia Ganzel sowie bei Mareike Petersen und Sven Tieze für ihren kontinuierlichen Einsatz in der Klassengemeinschaft.

Bevor es aus der Hand der Klassenlehrer die begehrten Zeugnisse zur Allgemeinen Hochschulreife gab und sich Abiturienten, Eltern und Lehrer an dem Getränkestand des schuleigenen Fördervereines erfrischen konnten, war es – dem Jahrgang entsprechend – eine herausragende Veranstaltung, die lang, aber nie langweilig wurde. Dank der Youngster-Bigband der Kreismusikschule unter der Leitung von Josef Antoš, die mehr als beeindruckend für die passende musikalische Umrahmung gesorgt hatte, den Querflötistinnen Mareike Petersen und Ramona Scherer und der Tanzeinlage der „Dancing Shoes“ (Leitung Ramona Scherer) wurde die Abiturientenentlassungsfeier zu einem besonderen Ereignis. Und hätte jemand die Worte Anke Gründlers vom sportlichsten Jahrgang angezweifelt, so wäre er spätestens von dem Akrobatik-Duo, bestehend aus Lucia Sonnenberg und Sophie Sülflohn, eines Besseren belehrt worden. Spontan gab es Standing Ovations für diese hervorragende turnerische und akrobatische Leistung.

Sie freuen sich über das Abitur:
Maurice Pascal Artz, Jane Asmussen, Julia Autzen, Torben Brodersen, Lars Rune Christiansen, Niklas Christiansen, Riklef Christiansen, Yannis Christiansen, Luise Daegel, Jonas Dillmann, Michael Julius Dwyer, Vincent Ellmers, Leon Feld, Kerrin Fritsch, Lena Marie Früchtnicht, Emilia Ganzel, Phil Hamann, Maike Hassold, Lena Hinrichsen, Katja Malin Hölzer, Lukas Jakobsen, Maike Jensen, Cara Naemi Jeß, Lars Ketelsen, Mattis Ketelsen, Fee Ursula Kölsch, Janina Celine Krog, Ina-Britt Krüger, Floor Loogman, Julius Hinrich Nielsen, Dennis Nissen, Lea Ohlsen, Heinke Paulsen, Hendrik Pergande, Anni Kristine Peters, Nisse Peters, Frederike Petersen, Mareike Elin Petersen, Moritz Petersen, Svenja Popp, Erik Pudelko, Cara Vanessa Regier, Nanning Roeloffs, Emely Aileen Roos, Merve Saß, Leo Schäfer, Laura-Maria Schallenberg, Felix Scherer, Ramon Scherer, Lilith Schulz, Lea-Christin Seidel, Benjamin Siedel, Lucia Sonnenberg, Svea Sönnichsen, Christian Sternhagen, Jette Tadsen, Nanning Tadsen, Henrik Thomsen, Sven Tieze, Joschka Veith, Christian von Stülpnagel, Constantin von Stülpnagel, Mateusz Wamser, Tom Weber, Anton Wichmann, Marret Wissel, Marret Imke Zielke.

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erstellt am 04.Jul.2016 | 12:30 Uhr

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