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Insel-Bote

04. Dezember 2016 | 15:26 Uhr

Tauziehen im Wyker Hafen : 10 Zwerge sind erneut unschlagbar

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Keine Chance für die Konkurrenz: Dem Team vom Festland gelingt ein beeindruckender Start-Ziel-Sieg. Auch die „Flotten Lotten“ verteidigen ihren Titel.

Die übrigen Teams hatten wenig zu melden: Beim 15 Föhrer Mannschaftstauziehen blieb der Favorit aus Bollingstedt einfach unschlagbar. Sowohl in der Vorrunde als auch im Halbfinale und im Endkampf beherrschten die „10 Zwerge“ vom Festland die Konkurrenz und zogen sich beinahe leichtfüßig zur Titelverteidigung. Dabei waren die anderen Mannschaften nicht etwa leichte Gegner. Die „Oevertrecker“ etwa, die sich 2009, bei der damals vorerst letzten Auflage des Tauziehens über das Hafenbecken, den Titel gesichert hatten, wollten den Pokal gerne wieder auf die Insel holen. Und auch „Rash“ hatte etwas gegen die Dominanz der Fabelwesen.

Insgesamt gingen 14 Männerteams im Wyker Binnenhafen an den Start, die um den Triumph kämpften. Auf die Zwerge machte dies alles keinen Eindruck. Ein Team nach dem anderen wurde von ihnen ins Wasser gezogen, kaum eines stand dabei einmal knapp vor dem Sieg. Es glich einem Start-Ziel-Sieg. So blieb für die restlichen Mannschaften nur der Kampf um die Plätze. Und da hatten die „Oevertrecker“ eigentlich gute Karten. Souverän zogen sie in das Halbfinale ein, genauso wie die „Baulöwen“. Aber dann kam das Lospech in Form von zehn Zwergen zwischen die Oevenumer und das Finale. Im zweiten Halbfinale setzten sich die „Baulöwen“ durch, die sich dann ihrerseits im Finale gegen die Zwerge versuchen durften. Den „Oevertreckern“ blieb nur Platz drei, nachdem sie im kleinen Finale kurzen Prozess mit den „Hafensängern“ gemacht hatten, die ganz schnell, einer nach dem anderen, im Hafenbecken gelandet waren.

Bei den Frauen war die Sache klarer. Nur vier Teams hatten gemeldet, man startete also gleich mit dem Halbfinale. Die Seriensieger von den „Flotten Lotten“ sowie die „Nichtschwimmer“ spielten hierbei die in den vergangenen Wochen antrainierte Stärke aus und erreichten das Finale. Den „Eilun Deerns“ blieb wie auch den „Hafenmädchen“ nur der Kampf um Platz drei, bei dem die Letztgenannten ein Bad in dem kühlen Nass in Kauf nehmen mussten.

Im Frauenfinale wurde es dann spannend: Die „Nichtschwimmer“ hielten lange gut gegen die „Flotten Lotten“ stand, die sehr zu kämpfen hatten. Aber letztlich war die Dominanz der Vorjahressieger einfach zu stark, so dass diese sich ungefährdet zur Titelverteidigung zogen. Glücklicherweise war „Nichtschwimmer“ lediglich ein Künstlername.

Auch das Finale der Männer begann recht ausgeglichen. Die „Baulöwen“ hielten ein paar Sekunden gut gegen die „10 Zwerge“ stand, die größere Ausdauer aber hatte der Favorit aus Bollingstedt. Die Mission Titelverteidigung war geglückt, der Sprung ins Wasser rein freiwillig.

Die Strategie der Winzlinge war denkbar einfach: „Dabei sein ist alles, und natürlich Teamarbeit“, so Thomas Peters. Passend auch das Motto der Sieger: „Einer für alle, alle für einen“ lautete die Devise. Und: „Aufgeben gibt’s nicht“. Britta Petersen, die für das leibliche Wohl der Festländer sorgte, hatte außerdem noch einen besonderen Ansporn: „Die Aussicht auf ein Bier und einen Jägermeister danach.“ Der sportliche Teil wurde aber nüchtern absolviert.

Und das war beim Großteil der Teams der Fall. Die DLRG, für die Absicherung zuständig, mussten keine übereifrigen Wettkämpfer aus dem Hafenbecken ziehen. Andreas Miler von der Wyk Tourismus GmbH (WTG) blieb dennoch skeptisch: „Wir haben in die Teilnahmeregeln ein Alkoholverbot vor dem Ziehen aufgenommen. Allerdings: Das sind alles erwachsene Menschen, die machen das auf eigene Verantwortung.“ Man müsse einfach wachsam bleiben, so der Veranstaltungsleiter. Für den das Tauziehen ein voller Erfolg war: „Das ist eine schöne Sause für Einheimische und Touristen. Die Stimmung ist gut und das Wetter spielt ja auch mit.“ Das war allerdings, bevor ein Gewitter am frühen Abend die Party am Binnenhafen unterbrach. Den Sportlern dürfte das egal gewesen sein, im Hafenbecken waren sie fast alle gelandet. Das Nass von oben machte dann auch nichts mehr aus.

Auch sonst blieb die Stimmung gut, DJ Ralli traf mit seiner Musikauswahl den richtigen Ton. Und der Moderator heizte dem Publikum während der Wettkämpfe ordentlich ein, so dass alle Teams, egal ob sie am Ende verloren oder nicht, stimmgewaltig angefeuert wurden. Das 15. Föhrer Mannschaftstauziehen war also ein voller Erfolg, nachdem der Grundstein für ein langfristiges Wiederaufleben dieser Kultveranstaltung nach einer sechsjährigen Pause bereits im Vorjahr gelegt worden war. Und die Stimmung rund um den Hafen hat bewiesen: Es ist ein Spaß für jedermann.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 08:30 Uhr

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