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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:29 Uhr

Auf der Schiene : Zwei Sprinterzüge für den „Sylter Sommer“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Verkehrsminister Meyer und DB-Regio-Vertreter unterzeichnen neue Verträge: Vom 11. Dezember an bedient die Deutsche Bahn wieder den Nahverkehr zwischen Hamburg und Westerland.

Die Deutsche Bahn Regio betreibt in den nächsten neun Jahren das Eisenbahnnetz West. Das Unternehmen hatte sich bei der Ausschreibung gegen zwei weitere Bieter, darunter der derzeitige Betreiber Nord-Ostsee-Bahn (NOB), durchgesetzt. Gestern besiegelten Verkehrsminister Reinhard Meyer, Torsten Reh (Leiter DB Regio) und Christoph Ströh (Leiter Netz West) mit ihren Unterschriften den Anbieterwechsel zum 11. Dezember.

Für die Bahnkunden bleibt vieles erst einmal beim Alten. Denn die DB Regio übernimmt nicht nur die Züge – im Einsatz sind 90 Reisezugwagen, 15 moderne Lokomotiven und drei Dieselbetriebswagen –, sondern auch den Großteil der NOB-Mitarbeiter. Von den rund 170 Angestellten seien die allermeisten ohne vertragliche Abstriche übernommen worden, versichert Ströh. Auch das Catering wird in den DB-Zügen fortgesetzt.

Für Reisende von Hamburg nach Westerland gibt es Neuerungen: Mit sogenannten Sprinterzügen wird Westerland von April bis Oktober am Wochenende zwei Mal angefahren. Durch weniger Haltestellen auf der Strecke kommen Urlauber und Ausflügler im „Sylter Sommer“ in rund zweieinhalb Stunden auf die Nordsee-Insel. Diskussionsbedarf gerade für die Insel-Pendler gebe es allerdings noch, räumt DB-Regio-Chef Torsten Reh ein. Es habe bereits einen Ortstermin wegen der Verbindung Niebüll – Westerland gegeben. Am 28. November werde man sich erneut zusammensetzen und in Niebüll informieren. „Es ist wichtig, dass wir rechtzeitig darüber reden und Anfängerfehler vermeiden“, so Reh. Grundsätzlich wolle man nicht Züge fahren lassen, sondern Fahrgäste befördern.

Insgesamt hat die Ausschreibung ein Volumen von fast 400 Millionen Euro. Neun Jahre lang gibt es für die DB Regio aus Landesmitteln 38,5 Millionen Euro pro Jahr. Auf der 238 Kilometer langen Strecke Hamburg – Westerland sind durchschnittlich rund 19.000 Fahrgäste pro Tag unterwegs. Über den Vorgänger sagt Torsten Reh: „Die NOB hat in den vergangenen elf Jahren einen guten Job gemacht. Wir wollen in den nächsten neun Jahren einen noch besseren machen.“

Auf ein freies WLAN für den Internetzugang an Bord müssen die Passagiere allerdings vorerst weiter verzichten. Die Züge seien auf dem technischen Stand von 2005. „Wir wollen aber 2017, spätesten 2018 mit dem Fahrzeugausbau beginnen“ und dann würde auch der Internetzugang nachgerüstet, verspricht der DB-Regio-Chef. Und Minister Meyer ergänzt: „Wir sind dabei, die Breitband-Strategie fortzuschreiben, mit der wir freies WLAN für den öffentlichen Raum sicherstellen wollen. Dazu gehören auch die Züge.“ Im künftigen Schnellbus von Itzehoe nach Brunsbüttel muss ab 11. Dezember niemand auf WLAN verzichten. Dort kommen neue Busse zum Einsatz.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 07:00 Uhr

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