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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 22:45 Uhr

Kandidaten für Landtagswahl : Zwei nehmen Kurs auf Kiel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die SPD Nordfriesland nominiert den Hattstedter Ralf Heßmann und den Niebüller Hendrik Schwind-Hansen als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2017.

„Das sind tolle Ergebnisse und ein starkes Signal für die Westküste“, freute sich der SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Matthias Ilgen. Nach einigem Hin und Her im Vorfeld um Personalien nominierten Nordfrieslands Sozialdemokraten in großer Geschlossenheit ihre beiden Direktkandidaten für die Landtagswahl im Mai 2017. Im Wahlkreis Nordfriesland-Süd geht der einstimmig gewählte Hattstedter Ralf Heßmann (53) ins Rennen. Im Wahlkreis Nordfriesland-Nord ist es der Niebüller Hendrik Schwind-Hansen (23) – mit 98 Prozent der Delegierten-Stimmen als Rückenstärkung.

Beide frisch gekürten Landtagskandidaten freuten sich bei den beiden Wahlkreis-Versammlungen im Husumer Nordsee-Congress-Centrum sichtlich über den deutlichen Vertrauensbeweis der nordfriesischen Parteibasis. „Sehr gerne!“, antwortete Schwind-Hansen auf die obligatorische Frage, ob er die Wahl annimmt. „Ich bin gerührt“ und „Glückauf – wir schaffen das!“, sagte Heßmann.

Dieser war ursprünglich auf eine Kampfkandidatur gegen den Kreisvorsitzenden Matthias Ilgen eingestellt, der im Frühjahr angekündigt hatte, vom Bundes- in den Landtag wechseln zu wollen. Auf der Zielgeraden hatte es sich der Husumer Politiker dann noch einmal anders überlegt und bewirbt sich nun am 19. November doch um die erneute SPD-Kandidatur für die Bundestagswahl im Herbst 2017 im Wahlkreis Nordfriesland/Dithmarschen-Nord.

Auch wenn Ilgen nun aller Voraussicht nach in Berlin „seine gute und erfolgreiche Arbeit für die Westküste“ fortsetzen könne: „Die Irritationen wären uns besser erspart geblieben“, kommentierte der Bordelumer Dieter Paulsen den Vorgang.

Auch für Ralf Heßmann ist es unter dem Strich aber „die richtige Entscheidung gewesen“, weil sie für die Westküste ein zusätzliches Mandat im Bundestag sichere. Heßmann selbst – er ist Hattstedter Bürgermeister und Amtsvorsteher des Amtes Nordsee-Treene – will seinen Wahlkreis direkt gegen den Pellwormer CDU-Politiker Klaus Jensen gewinnen. Im Landtag möchte er dann vor allem auch den Anliegen der kleineren Orte und ihrer Bewohner wieder eine Stimme geben und Gehör verschaffen. Wichtige Ziele sind für ihn überdies der B  5- und der Breitband-Ausbau, ein flächendeckender Öffentlicher Personennahverkehr sowie die Themen Bildung, Kinderbetreuung und Integration: „Lasst uns gemeinsam für eine solidarische und freiheitliche Grundordnung eintreten und Fremdenhass nicht dulden.“

Auch Schwind-Hansen, der im Wahlkreis NF-Nord gegen den CDU-Landesvorsitzenden und Noch-Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing antritt, erteilte rechtspopulistischen Stimmenfängern eine deutliche Absage. Der Master-Student an der Europa-Uni Flensburg ist unter anderem SPD-Stadtvertreter und Ortsvereinsvorsitzender in Niebüll, Vize-Chef der Jusos in Nordfriesland und bürgerliches Mitglied im Kreistag. Er möchte sich unter anderem dafür einsetzen, dass die Marschenbahn und der ÖPNV gestärkt werden sowie Energie nicht nur exportiert, sondern auch in Nordfriesland „veredelt“ wird. Schwind-Hansens Credo: „Wer noch viel zu lernen hat, ist nicht in eingefahrenen Denkmustern verfangen und bringt den Mut mit, auch mal Platz für neue Ideen zu schaffen.“

„Wir sind wahlkampffähig“, äußerte sich Matthias Ilgen auch mit Blick auf die sanierten Parteifinanzen optimistisch zum bevorstehenden Wahl-Marathon. Nach den beiden Urnengängen 2017 folgt im Jahr darauf schon die Kommunalwahl. Das Ziel sei klar, so der Kreisvorsitzende: „Wir wollen 2018 auch eine andere Kreistags-Mehrheit in Nordfriesland erreichen.“

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erstellt am 10.Okt.2016 | 09:00 Uhr

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