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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 12:57 Uhr

Husumer Tourismus-Bilanz : „Zu den Hafentagen wurde es eng“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Storm-Stadt als ganzjähriges Reiseziel: TSMH-Geschäftsführerin Jutta Albert zieht eine positive Bilanz der bisherigen Tourismus-Saison.

Die Ferien sind zu Ende – und die Geschäftsführerin der Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH (TSMH), Jutta Albert, zieht eine positive Bilanz der bisherigen Saison. Denn schon im ersten Quartal 2016 wurden 7,3 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnet als im Vorjahreszeitraum. In der amtlichen Statistik werden vom Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein alle Übernachtungen in größeren Beherbergungsbetrieben – mit zehn und mehr Betten – erfasst, also in der Hotellerie, aber auch in größeren Ferienwohnungs-Einrichtungen. „Für das erste Quartal spielt auch eine Rolle, dass sowohl das Krokusblütenfest als auch Ostern im März lagen.“

Das zweite Quartal dagegen sei – sicher auch aufgrund der Lage der Feiertage und des unbeständigen Wetters – zum Teil etwas schleppend gelaufen, so Jutta Albert weiter. „Unbeständiges Wetter wirkt sich vor allem im Campingbereich aus, der in Husum eine große Rolle spielt, da etwa ein Fünftel der gewerblichen Übernachtungen, die in der amtlichen Statistik erfasst werden, auf das Camping entfallen.“ Auch mache sich in Husum als klassischem Kurzreiseziel sofort bemerkbar, wenn ein Brückentag wegfällt. Und in diesem Jahr fiel der 1. Mai auf einen Sonntag.

Auch wenn aktuell noch keine Daten der Statistik bezüglich der Übernachtungen für Juli und August vorliegen, sei für Husum in diesen Sommermonaten von einer positiven Entwicklung auszugehen, denn die Stadt sei richtig gut besucht gewesen – „von Tages- und von Übernachtungsgästen“. Die Nachfrage nach Unterkünften in und um Husum herum sei von Mitte Juli bis Mitte August besonders hoch gewesen, so dass das Team der Tourist-Information in dieser Zeit wirklich alle Hände voll zu tun gehabt habe, um für die anfragenden Gäste noch eine freie Unterkunft zu finden, so die TSMH-Chefin. „‚Komplett ausgebucht‘ gibt es nicht, denn Lücken und Alternativen finden sich eigentlich immer, aber vor allem zu den Hafentagen wurde es wirklich eng in Husum und Umgebung.“

Die Buchungen, die über das Buchungssystem der TSMH abgewickelt würden, beträfen hauptsächlich Übernachtungen in Ferienwohnungen und Ferienhäusern der Privatvermieter, aber auch in Hotels. Fünf Prozent mehr Buchungen als im Vergleichsjahr 2014 – auch ein Jahr ohne Windmesse – seien von Januar bis August 2016 abgewickelt worden. Im Vergleich zu 2015 seien besonders große Steigerungsraten bei der Anzahl der gebuchten Übernachtungen in den Wintermonaten Januar (plus fünf Prozent) und Februar (plus 16 Prozent) im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat 2015 registriert worden. „Husum entwickelt sich immer mehr zum ganzjährigen Reiseziel.“

Neben den Wintermonaten sei auch ein Hoch bei den Übernachtungsbuchungen im August zu verzeichnen gewesen. Elf Prozent mehr Übernachtungen als im Vergleichsmonat 2014 (Jahr ohne Windmesse) seien 2016 über die TSMH gebucht worden.

Rund 20 Prozent der Urlaubsgäste würden aus dem Ausland kommen. Neben Tages- und Übernachtungsgästen aus Dänemark sowie Gästen aus dem übrigen Skandinavien seien 2016 in der Tourist-Information wieder viele Besucher aus der Schweiz, aber auch aus Frankreich oder Italien registriert worden. „Der Hauptgrund für den Aufenthalt ist zumeist das Wattenmeer und die Nordsee. Die Storm-Stadt ist häufig der Ausgangspunkt, um die Nordseeküste Schleswig-Holsteins und den Landesteil Schleswig zu erleben.“

Die touristischen Zugpferde für das Stadtgebiet seien die Hotelbetriebe. „Das gemeinsame Bestreben nach laufender Verbesserung ist jedoch für alle, die in Husum mit dem Thema Tourismus zu tun haben, auch weiterhin eine wichtige Aufgabe, wenn wir im Wettbewerb der Urlaubsreiseziele erfolgreich bleiben wollen“, so Albert. „Denn die Gäste haben heute vor ihrer Anreise erheblich mehr Vergleichsmöglichkeiten der Reiseziele als früher. Sie entscheiden nicht mehr nur anhand von Prospekten, sondern auch aufgrund von Live-Webcam-Bildern, Videos bei YouTube, Bewertungen im Internet, Facebook-Einträgen und vielem mehr.“ Albert hofft daher, dass die Wachstumsstrategie Husum-Tourismus 2025, die vor allem auch die Verbesserung der touristischen Infrastruktur als Schwerpunkt hat, trotz vieler anderer Herausforderungen bald umgesetzt wird.

„Am Wochenende enden zwar die Sommerferien auch in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, aber in der Nachsaison kommen ebenfalls noch viele Gäste nach Husum, die in ihrer Reisezeit nicht an die Ferien gebunden sind“, so Jutta Albert. Dann stehen schon wieder die ersten Herbstferien an, Mitte Oktober sind die Krabbentage und am 21. November wird der Weihnachtsmarkt eröffnet. „Daher bin ich optimistisch, dass sich das touristische Jahr weiterhin positiv entwickelt.“ Denn für die TSMH sei die Saison 2016 erst nach dem Weihnachtsmarkt Ende Dezember vorbei.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 11:00 Uhr

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