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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 09:01 Uhr

Standpunkt : Zeitumstellung – nervig oder sinnvoll?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Was denken die Menschen über die Zeitumstellung? Die Meinungen sind geteilt. Und daher haben wir hier mal ein paar Meinungen aus der Redaktion der Husumer Nachrichten gesammelt: pro, contra - und weder noch.

Dafür

Ich weiß gar nicht, warum sich so viele Menschen über die Zeitumstellung ärgern. Ich bin zwar noch keine Seniorin, aber ich muss doch mal sagen: Früher war das anders. Damals in den 1980er Jahren, nachdem die Zeitumstellung eingeführt worden war, haben wir uns alle über den Wechsel alle halbe Jahr gefreut, keiner hat geweint oder um seine Gesundheit gefürchtet. Ich finde die Zeitumstellung immer noch schön. Herrlich, im Sommerhalbjahr ist es abends länger hell. Gerade hier an der Westküste hat das doch große Vorteile, wir können den Sonnenuntergang am Strand entspannt genießen, noch bis spät in den Abend draußen sitzen oder schwimmen gehen, lange Radtouren oder Spaziergänge am Deich unternehmen. Und ganz ehrlich, wer will im Sommer schon um halb drei vom Vogelgezwitscher geweckt werden? Im Herbst haben wir dann mal einen Sonntag lang eine Stunde länger Zeit für alles und müssen nicht ewig warten, bis es morgens hell wird. Die Zeitumstellung bringt wirklich Abwechslung in den Alltag. Und was die Kühe betrifft, vielleicht ist das heute auch anders: Wenn der Melker am Sonnabend feiert, kann es vorkommen, dass er am Sonntag früher in den Stall kommt, weil er gleich durchmacht, oder deutlich später, weil er erstmal ausschlafen muss. Die Kühe haben also immer mal Zeitverschiebung. Ilse Buchwald

 

Dagegen


Manchmal ist sogar im eigenen Körper zu spüren, dass die Wissenschaft Recht hat. Denn Chronobiologen propagieren, dass eine Winterzeit, die das ganze Jahr dauere, für uns gesünder sei. Morgens werde es früher hell, was beim Aufstehen helfe und abends passend zum Bedürfnis nach Schlaf früher dunkel. Ich kann nur bestätigen, dass durch die Sommerzeit die innere Uhr aus dem Rhythmus gebracht wird – weil eben die Sache mit dem Licht nicht mehr stimmt. Die Anpassung dauert Tage, stresst und kostet Kraft. Denn an der Sonne und ihren Auf- und Untergängen können wir ja (glücklicherweise) nicht drehen. Und das von der europäischen Politik mit der Sommerzeit anvisierte Ziel, deutlich Strom einzusparen, indem die Uhr im März eine Stunde vorgestellt wird, hat sich ja wohl eher nicht bewahrheitet. Doch wie (fast) immer, motiviert auch die Erfolglosigkeit einer Entscheidung Staatsmänner nicht unbedingt zum Handeln. Also bleibt uns Sommerzeit-Geplagten nur, uns auf den 30. Oktober zu freuen. Simone Schlüter

 

Mir doch egal

Zeitumstellung? Mir völlig egal. Wenn die kommende Nacht eine Stunde länger ist, kann ich eine Stunde länger schlafen. Kann ich an einem Sonntag ohne Zeitumstellung aber auch, wenn ich will. Länger hell im Sommer? Fein. Der Tag ändert sich aber nicht wirklich, nur unsere Einteilung desselbigen. Verloren geht nichts, und gewonnen wird auch nichts. Der für mich entscheidende Unterschied ist eigentlich nur die Uhr in meinem Auto. Denn die geht ab morgen wieder ein halbes Jahr lang genau. Denn sie alle sechs Monate auf die gültige Zeit umzustellen, ist mir viel zu mühselig. Stefan Petersen

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erstellt am 29.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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