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Husumer Nachrichten

07. Dezember 2016 | 21:27 Uhr

Strassenausbau in Bredstedt : Zeit der Schlaglöcher nimmt ein Ende

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Arbeiten im Treibweg haben begonnen, als nächstes soll die Nordseestraße im Frühjahr 2017 erneuert werden.

Der Ausbau des Treibwegs in Bredstedt hat begonnen. Thorsten Carstensen von der ausführenden Firma Hoff Tiefbau erklärt, dass in diesen Tagen zunächst defekte Leitungen im Straßenbereich saniert werden, anschließend geht es dann an die Oberfläche.

Wie berichtet, soll das dort anfallende Niederschlagswasser künftig nicht mehr in die benachbarten Straßen oder auf die Grundstücke laufen, sondern über eine sogenannte Rohrrigole versickern. Dabei wird es über Abläufe in einen unterhalb der Straße liegenden Puffer geleitet, zwischengespeichert und von dort aus an den Untergrund abgegeben. Für Sickermulden, wie sie beispielsweise in der Siedlung östlich der Bahn angelegt wurden, sei im Treibweg nicht ausreichend Platz. Der südliche Teil der Straße kann an den Kanal der Gerichtstraße angeschlossen werden. Zum Ende der Maßnahme soll der Treibweg nach Absprache mit den Anwohnern mit grauen Betonsteinen gepflastert werden. Da die Straße sehr schmal ist, wird auch in Zukunft auf einen Fußweg oder Grünflächen verzichtet.

Wann die Arbeiten abgeschlossen werden können, hänge jetzt stark von der Wetterlage ab, sagt Carstensen. Die Baukosten belaufen sich laut aktuellem Planungsstand auf etwa 260.000 Euro. Die Hauptlast übernehmen mit 85 Prozent die Anlieger. Dies schreibt das Land Bedarfsempfänger-Gemeinden vor, wenn stadtinterne und Anliegerstraßen ausgebaut werden.

Anders ist das beispielsweise in der Nordseestraße der Fall, wo ein Ausbau im Frühjahr 2017 beginnen soll: Da es sich dort nicht um eine Anliegerstraße handelt, fällt der Anteil für die Anwohner geringer aus. Bei Haupterschließungsstraßen übernehmen sie 60 Prozent der Kosten, bei Hauptverkehrsstraßen (die auch überörtlich genutzt werden) liegt dieser Anteil bei 40 Prozent. Den Rest trägt jeweils die Stadt.

Wie Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen in der jüngsten Stadtvertreter-Sitzung erklärte, müsse die gesamte Nordseestraße erneuert werden, obwohl der nördliche Teil auf den ersten Blick noch einen guten Eindruck macht. Eine Untersuchung des Wasserverbandes habe aber ergeben, dass der Abwasserkanal auf der gesamten Länge der Straße ausgetauscht werden müsse. „Stückweises Flicken würde außerdem teurer werden“, so Jessen. Nach einstimmigem Beschluss der Stadtvertretung soll die komplette Straße nun als ein Bauabschnitt inklusive der Gehwege erneuert werden. Mit der Vorplanung, in die auch wieder die Anlieger mit einbezogen werden sollen, wolle man möglichst noch in diesem Jahr beginnen.

Auch für die Sanierung einer der ehemaligen Umkleidekabinen mit Dusche und Toilette unter der Sportschänke sprach sich die Stadtvertretung einstimmig aus und folgte damit dem Empfehlungsbeschluss des Sozial- und Kulturausschusses. Wie berichtet, soll diese behindertengerecht hergerichtet und Nutzern des Wohnmobilstellplatzes sowie Teilnehmern von Großveranstaltungen auf dem Sportplatz zur Verfügung gestellt werden. Auf einen Kassenautomaten wolle man dabei zunächst verzichten. Erfahrungen aus dem Beltringharder Koog hätten gezeigt, dass eine regelmäßig entleerte Spendenbox ebenso ihren Zweck erfülle. Im vergangenen Jahr seien am Parkplatz der dortigen Badestellen etwa 7000 Euro an freiwilligen Zahlungen zusammengekommen.

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erstellt am 27.Sep.2016 | 07:00 Uhr

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