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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:20 Uhr

Garding : Wohnungen statt Supermarkt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In der Engen Straße in Garding will ein Investor Wohnraum schaffen. Die Stadtvertretung sprach sich für die Änderung des Bebauungsplans aus.

„Zunächst muss ich mich dafür entschuldigen, dass wir am letzten Abend der Musikantenbörse eine Stadtvertreter-Sitzung angesetzt haben. Aber für die Weiterentwicklung wichtige Entscheidungen sollten wir zeitnah fassen“, erklärte Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt zu Beginn. Konzentriert und zügig fasste das Gremium die Beschlüsse jeweils einstimmig. Zuvor hatte Meike Marxen vom Planungsbüro Sven Methner Gründe und Details noch einmal erläutert.

So ging es um die sechste Änderung des Flächennutzungsplans für einige Teilflächen rund um den geplanten Discounter an der Welter Straße. Ursprünglich, so Marxen, war geplant gewesen, den Lebensmittelmarkt auf dem Teilgebiet 1 – südlich der B 202, westlich des Grundstücks Tatinger Straße 27 (ehemalige Tankstelle), östlich des Sielzuges und nördlich der Bahnschienen – anzusiedeln. Die ehemalige Grünfläche wurde zu diesem Zweck also zur „Sonderfläche Einzelhandel“ erklärt. Die Landesplanung verlangte an der Stelle aber die teilweise Ausweisung von neuem Bauland sowie – zum Ausgleich – einen weiteren Teil wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Diese Flächen befinden sich im Teilgebiet 3, also südlich der Bahnlinie Tönning-St. Peter-Ording sowie östlich der Photovoltaikanlage am Langerackweg. Zudem habe sich dann, so Marxen, als vorteilhaft erwiesen, für den Discounter das Teilgebiet 2 auszuweisen, das im Westen begrenzt wird durch die Welter Straße (L 241), im Süden durch die Bahnlinie sowie im Norden durch den vorhandenen Supermarkt.

Des Weiteren ging es um die siebte Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gebiet hinter der ehemaligen Landesberufsschule und südlich der Bebauung Herrenmühle sowie für ein Gebiet im Osten der Stadt, östlich der Bebauung „Op de Geest“ sowie südlich der Straße Nordergeestweg. „Die Flächen hinter der ehemaligen Landesberufsschule, die Sondergebiet Bildung waren, sollen für Wohnbebauung freigegeben und somit Sondergebiet Wohnen werden. Die Flächen am östlichen Stadtrand werden gemischte Bauflächen, offen für kleinere Gewerbebetriebe“, so Marxen. Auch diese Konstellation sei aufgrund landesplanerischer Einwendungen gewählt worden. Der Bau- und Umweltausschussvorsitzende Bernd Petersen (CDU) ergänzte, dass die im öffentlichen Beteiligungsverfahren für die Bebauung südlich der Herrenmühle von Anwohnern gemachten Einwendungen und Anregungen in der nächsten Sitzung des Ausschusses am 26. September behandelt werden sollen.

Schließlich ging es um die Änderung des Bebauungs-Plans Nr. 13 im beschleunigten Verfahren für das Gebiet südlich Enge Straße (Hausnummern 6 bis 22), westlich der Fahrtstraße (Nr. 4) sowie nördlich der Süderstraße. Sie war nötig, weil auf dem Grundstück des ehemaligen Supermarktes an der Engen Straße ein Investor ein Wohngebäude errichten will. Der alte B-Plan habe, so Marxen, eine Weiterentwicklung nicht hergegeben. Neu sei nun die Möglichkeit, auch im hinteren Teil der Fläche zweigeschossig bauen zu dürfen. Die Bäume müssen erhalten werden. „Die Enge Straße wird bald noch schöner werden“, sagte die Bürgermeisterin. Sie berichtete, dass die neue Kleiderkammer im alten E-Werk fertiggestellt ist. Der Umzug soll in diesen Tagen beginnen.

Der Bau des Mehrgenerationenplatzes auf dem Gelände der Theodor-Mommsen-Schule wird noch vor Schulbeginn starten. Der Graureiherparkplatz soll künftig als Sammelplatz für auswärtige Schüler dienen. Für die Schulbusse, die dort halten, werden die Auffahrten verbreitert.

Den Tagesordnungspunkt „Gründung eines Friedhof-Werkes des Kirchenkreises Nordfriesland“ strich das Gremium mit der Begründung, dass detaillierte Hintergrundinformationen fehlten. Außerdem müsste das Thema zunächst in den Fraktionen besprochen werden. Zudem solle das Thema im Amtsausschuss werden, so die Bürgermeisterin. Der Kirchenkreis Nordfriesland möchte ein Friedhofswerk als Rechtsnachfolger des bisherigen Friedhofsverbandes nach dem Motto „alles in einer Hand“ gründen.













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erstellt am 26.Aug.2016 | 10:00 Uhr

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