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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 23:09 Uhr

Husumer Hafentage : „Wir werden wachsam sein“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Keine Hinweise auf konkrete Gefährdungen: Polizei, Ordnungsamt und Veranstalter sorgen für die Sicherheit auf den Hafentagen.

Nach den Anschlägen in Bayern herrscht Besorgnis in Deutschland – wie gefährlich ist es, sich bei Großveranstaltungen ins Getümmel zu stürzen? Und wie ist das bei den Hafentagen, die am Mittwoch, 3. August, beginnen? Gibt es hier spezielle Sicherheitsmaßnahmen?

„Grundsätzlich sieht unser Konzept nicht anders aus als sonst“, sagt Thomas Jacobsen, der Leiter der Polizeidienststelle Husum. Natürlich habe man jedoch angesichts der jüngsten Geschehnisse einen anderen Blick auf die Lage. „Aber es gibt keine konkreten Gefahrenhinweise, die die dafür zuständigen Behörden ermittelt hätten.“ Vorher unauffällige Einzeltäter wie den Schützen von München könne man allerdings niemals vorhersehen, so Jacobsen weiter. „Daher werden wir ein ganz besonders wachsames Auge auf die Veranstaltung haben.“ Und personell sei man zudem sogar noch etwas besser bestückt als noch vor einem Jahr, so der Polizeichef.

Das Ordnungsamt werde während der Hafentage mit seiner gesamten Mannschaft im Einsatz sein, so Karl-Friedrich Bumb. Auch er bestätigt, dass es „keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung“ gebe. Trotzdem sei man natürlich auf der Hut. „Und wir stehen in ganz engem Kontakt mit der Polizei.“ Darüber hinaus seien allerdings keine Maßnahmen geplant, was auch schwierig wäre: „Das ist ja kein abgesperrter Platz, sondern ein öffentlicher Bereich, auf dem die Hafentage stattfinden“, so der Ordnungsamts-Mitarbeiter.

Das sieht der Veranstalter ähnlich: „Bei einem Open Air wäre das etwas anderes, da werden die Zugänge kontrolliert und man kann Beschränkungen durchsetzen – etwa, dass keine großen Rucksäcke auf das Gelände mitgebracht werden dürfen“, sagt Peter Becker, Chef der Messegesellschaft Husum, die in diesem Jahr erstmals als Ausrichter des größten Volksfestes an der Westküste fungiert. Becker erinnert daran, dass es vor Jahren schon einmal den Versuch gab, die Meile zu einem abgesperrten Bereich zu machen und an den Zugängen Eintritt zu nehmen: „Das Konzept hat sich aber nicht durchgesetzt.“ Am freien Zugang zum Hafentage-Bereich wolle man auch nichts mehr ändern. „Das soll jetzt ein offenes Fest bleiben.“ Gleichwohl appelliert der Messechef an die Besucher, auf sperrige Gepäckstücke zu verzichten und keine großen Rucksäcke oder Taschen mit auf die Meile zu nehmen. „Nicht wegen einer potenziellen Gefährdung durch den möglichen Inhalt, sondern einfach wegen der Rücksichtnahme auf andere Besucher im Gedränge – da sind solche Sachen immer sehr hinderlich.“

Der vom Veranstalter engagierte Sicherheitsdienst wird ebenfalls mit gegenüber vergangenem Jahr verstärktem Personal auflaufen. „Aber bitte diese Wachleute am Sonntagabend nicht bedrängen, wenn sie vor dem Abschlussfeuerwerk ab 21.30 Uhr die Fußgängerbrücke über den Hafen sperren“, so Becker. Die Autobrücke über den Hafen werde zur selben Zeit gesperrt und um 22 Uhr hochgeklappt. „Wir wissen, dass das immer die schönsten Plätze für die Zuschauer beim Feuerwerk waren“, sagt Becker bedauernd. Neue behördliche Auflagen würden diese Maßnahme jedoch notwendig machen.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 13:00 Uhr

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