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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 23:18 Uhr

Umfrage : Wie vegan is(s)t Husum?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Essen ganz ohne tierische Produkte: Wir haben nachgefragt, wie weit dieser Trend die Storm-Stadt schon erreicht hat

In Großstädten ist der Trend zu veganem Essen – Nahrung ganz ohne tierische Produkte – bereits weit verbreitet. Dort gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, die sich auf die besonderen Wünsche von Veganern spezialisiert haben. Wie ist das in der Storm-Stadt? Wir haben in Husum ein paar Stimmen zu diesem Thema eingefangen.

Dominique Merlot, über die Facebook-Seite der Husumer Nachrichten: „Ich habe jetzt wirklich lange überlegen müssen, aber vegan essen gehen ist in Husum nahezu unmöglich. Vegetarisch findet man oft eine Möglichkeit, wobei da auch nichts Außergewöhnliches dabei ist. Manchmal geht man mit dem Gefühl, das hätte man zu Hause noch besser hinbekommen. Es gibt so tolle Gerichte, nur geben sich die Köche leider oft nicht genug Mühe beziehungsweise unterschätzen die Anzahl der vegetarischen oder veganen Gäste.“

Albert Jänike, Inhaber vom Einstein: „Wir haben kein veganes Essen auf der Karte. Aber wenn ein Gast explizit nach veganem Essen fragt, dann kriegen wir das sicherlich auch hin.“

Judith Korga, über Facebook: „Selbst als Vegetarierin finde ich es schon schwierig, in einem Husumer Restaurant etwas zu finden, was nun nicht gerade ein Salat oder eine Ofenkartoffel ist.“

Antje Helms, Kellnerin in Dragseth’s Gasthof: „Ofenkartoffeln und Pfannengemüse bieten wir immer an. Wenn es aber nicht immer das Gleiche sein soll, können Interessierte bei der Tischreservierung auch veganes Essen bestellen. Wenn unsere Küche das vorher weiß, zaubert sie auch etwas Besonderes.“

Katrin Schäfer, über Facebook: „Eine schöne Initiative ist natürlich die vegane Volxküche im Speicher. “

Claudia Gründer, Besucherin der Volxküche: „Dort kochen junge Leute gegen eine kleine Spende. Das Essen ist wirklich toll.“

Jacqueline Werth, Inhaberin von Jacqueline’s Café: „In Großstädten wie Berlin gibt es tausend vegane Restaurants. Auch hier in Husum steigt die Nachfrage. Ich will in Zukunft nun wieder mehr vegan backen und kochen.“

Alexander Müller, Inhaber von Alex Kitchen: „Die direkte Nachfrage nach veganem Essen kommt von etwa 25 Prozent der Gäste, weitere 50 Prozent sind Vegetarier oder Teilveganer. Auffällig ist aber schon, dass sich die Menschen immer mehr ums Essen Gedanken machen. Ich denke dieses komplett Vegane wird sich nicht durchsetzen, aber bewusstes Essen und Ernähren schon. Qualität wird auch in der Zukunft ein Riesen-Thema sein.“

Katrin Schäfer: „Das gastronomische Angebot ist mäßig, sofern man Wert auf Qualität legt und nicht einfach nur satt werden will.“

Jacqueline Werth: „Seit November letzten Jahres ernähre ich mich vegan. Ich habe eine Alternative gesucht, um von der Massenproduktion loszukommen. Ich war einfach nicht mehr glücklich. Und habe von heute auf morgen den Schalter umgelegt. Es ist ein ganz anderes Einkaufen und Essen. Man isst viel bewusster. Eigentlich ist es gar nicht kompliziert. Man muss zwar mehr nachdenken, was man isst. Aber mehr Arbeit macht die Zubereitung nicht.“

Alexander Müller: „Wir bieten zu 80 Prozent vegetarisches oder veganes Essen an. Unser Konzept basiert auf Gemüse, Kartoffeln und Reis. Alle Gerichte sind grundsätzlich darauf angelegt, vegan zu sein. Zusätzlich können Tofu oder Fleisch hinzugewählt werden.“

Jacqueline Werth: „Irgendetwas Veganes können wir immer anbieten, da ich selbst Veganerin bin. Soja-Milch, vegane Butter oder Aufstrich haben wir immer hier. Und bei Suppen ist es einfach. Ich koche sie vegan. Anschließend können sie auf Wunsch immer noch mit Fleisch oder Sahne verfeinert werden.“

Elvira Quint, Inhaberin von Ebbe undFlut: „Vegan Essen hat viel mit der Zubereitung zu tun. Es ist schön, wenn Leute selbst kochen und experimentieren wollen und nicht nur auf Fertigprodukte zurückgreifen. Gerade der Käse-Ersatz ist eigentlich widersprüchlich. Es gibt keinen veganen Käse – dann wäre es kein Käse.“

Katrin Schäfer: „Klar kann man asiatisch oder italienisch essen, aber das ist ja nichts Außergewöhnliches. Nudeln und Reisgerichte mit Gemüse kann man sich zu Hause auch zubereiten.“

Elvira Quint: „Wir bieten jede Menge vegane Zutaten an. Für unser kleines Café bestellen wir täglich auch zwei, drei vegane Leckereien. So können vegane Kunden auch genussvoll mit anderen am Kaffeetisch sitzen.“

Alexander Müller: „Nein, ich bin kein Veganer. Wir haben mal eine Challenge mitgemacht – sich einen Monat lang vegan zu ernähren. Aber generell bin ich ein totaler Käse-Fan. Ich esse auch gerne Fleisch, wenn es gute Qualität hat.“

„Rata Touille“, über Facebook: „Die Frage ist, ob ein rein veganes Restaurant hier überleben würde. Viele bieten bereits etwas Veganes an – das reicht hier auf dem Lande. In einer Großstadt hat das Konzept aber sicherlich Erfolg.“

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erstellt am 16.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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