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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 15:28 Uhr

Jugendwehren im Einsatz : Wie die Großen – Jugend ist topfit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Nachwuchswehren aus Tönning, Friedrichstadt und Garding beeindruckten bei einer gemeinsamen Übung in der Eiderstadt. Gelobt wurde unter anderem das professionelle Arbeiten der „kleinen“ Feuerwehrleute.

„Zwei vermisste Personen – starke Rauchentwicklung im Maschinenhaus des Tönninger Meerwasser-Freibades“ – was für ein Horror-Szenario. Zum Glück lief diese Alarmmeldung im Rahmen der alljährlichen Abschlussübung der Jugendfeuerwehren Tönning, Garding und Friedrichstadt auf. Gemeindewehrführer Dr. Stefan Klützke löste sie aus. 40 Jugendliche eilten in voller Montur zu den Einsatzfahrzeugen im Gerätehaus. Mit Blaulicht und Martinshorn – ausnahmsweise für die Übung genehmigt – ging es zum Ort des Geschehens.

Dichter Qualm kam bereits aus dem Maschinenhaus. Personen waren noch nicht auszumachen. Ein Kind – in Form einer Puppe – lag „bewusstlos“ im Keller des Hauses. Eine erwachsene Person hatte „verletzt“ zum Schwimmbadbecken robben können. Tönnings Jugendfeuerwehrwart Jörg Karstens hatte alles in Szene gesetzt. Als Einsatzleiter für den Nachwuchs übernahm der stellvertretende Jugendgruppenleiter Martin Nothdurft die Steuerung aller nötigen Schritte. Zunächst ließ er die Wasserversorgung aufbauen. Wenn es einmal bei den Jüngeren hakte, halfen die Älteren, wie beispielsweise beim Zusammenkoppeln der Schläuche. „Wasser Marsch“ hieß es relativ schnell. Von allen Seiten wurde der Brand bekämpft. Parallel arbeitete sich ein Suchtrupp im Maschinenhaus durch die vernebelten Gänge und wurde fündig. Auch der Mann auf dem Gelände wurde in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.

Sichtlich zufrieden gab der Jugendfeuerwehrwart den Befehl Übung aus. Es habe alles, so seine Meinung, reibungslos funktioniert. Eine solche Übung sei auch immer dazu da, Bürger auf eventuelle Fälle vorzubereiten und etwaige Schwachstellen bei der Brandbekämpfung oder Rettung aufzudecken. Zuschauer fanden sich allerdings nur wenige ein. Von Anfang an hatte Bürgermeisterin Dorothe Klömmer das Geschehen beobachtet. „Ich war überrascht, mit welcher Gelassenheit und Präzision die Jugendlichen bei der Sache waren“, so ihr Kommentar. Auch Peter Timon, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart, war vor Ort. „Toll gemacht“, lobte er die Nachwuchstruppen.

Im Rahmen der anschließenden Manöverkritik im Feuerwehrgerätehaus sagte Tönnings Feuerwehr-Chef Klützke: „Mir hat richtig gut gefallen, wie ruhig und eng Ihr zusammengearbeitet habt. Bewahrt diese Gelassenheit und Freude für spätere Einsätze in der großen Wehr. Ich habe gesehen, wie eure Augen geleuchtet haben, als ihr mit Blaulicht in die Übung gefahren seid.“ Nur im Team zeige sich die Stärke der Feuerwehren. Das habe gerade aktuell der Brand in Witzwort gezeigt. „Respekt – das war professionelle Arbeit“, ergänzte Ausbilder Volker Sievers. Gesellig klang die Übung aus und eine kulinarische Stärkung gehörte auch dazu.

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