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Husumer Nachrichten

30. August 2016 | 22:46 Uhr

Infos von Polizei und Wirtschaft : Wertvolle Tipps gegen Einbrecher

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine gemeinsame Informationsveranstaltung von Polizei und Husumer Wirtschaft fand viele interessierte Zuhörer. Polizei-Experte Holger Thomsen mahnte dringend dazu, auch schon beim geringsten Verdacht die 110 zu wählen.

Wie schütze ich mich und mein Zuhause vor Einbrechern? Um diese Frage ging es in einer Informationsveranstaltung, zu der Polizei und Husumer Wirtschaft gemeinsam in die Räume der Firma C. G. Christiansen eingeladen hatten. Wie sehr dieses Thema nach den vielen Einbrüchen und Einbruchsversuchen der vergangenen Monate den Menschen auf den Nägeln brennt, schlug sich nicht zuletzt in der Besucherzahl nieder. Mehr als 130 Besucher waren gekommen, um sich anzuhören, was Holger Thomsen von der Husumer Polizei zu sagen hatte. Aufgrund des großen Interesses soll es übrigens noch zwei weitere Veranstaltungen geben, die allerdings schon ausgebucht sind.

Oberstes Ziel sei es, dem Täter das Eindringen zu erschweren oder ihn davon abzuhalten, dass er überhaupt einen Weg in Haus oder Wohnung findet. Allerdings machte der Polizeibeamte auch deutlich: „Mit geeigneten Werkzeug kommen Einbrecher letztlich in jedes Haus rein.“ Eindringlich forderte er seine Zuhörer auf, bei verdächtigen Geräuschen sofort die 110 anzurufen. „Nur gemeinsam können wir es schaffen, den Tätern das Handwerk zu legen“, erklärte Thomsen. Einbrecher – insbesondere wenn es sich um organisierte Banden handele – machten sich zumeist nachts auf den Weg und scheuten keine Entfernung.

In seinem einstündigen Vortrag ging Thomsen auch auf das Verhalten von Hausbewohnern ein – zum Beispiel auf den kurzen Plausch mit einer Nachbarin. „Die Haustür bleibt offen, da man ja gleich wieder zurück ist.“ Doch wie so oft dauere das Gespräch dann doch ein bisschen länger – „solche Chancen nutzen die Einbrecher eiskalt aus.“ Als „Einladung“ bezeichnete der Polizist auch auf Kipp oder sogar offen stehende Fenster. Und den Trick, Haustürschlüssel unter der Fußmatte zu verwahren, kenne inzwischen nun wirklich jeder, machte Thomsen deutlich.

„Geben Sie fremden Personen keinen Hinweis auf eine längere Abwesenheit“, war ein weiterer Rat, den der Fachmann für seine Zuhörer parat hielt. In diesem Fall sollten Nachbarn oder Freunde gebeten werden, den Briefkasten regelmäßig zu leeren. Das gleiche gelte für Schnee: „Immer gleich wegräumen, um andere erst gar nicht auf dumme Gedanken zu bringen“, riet der Ordnungshüter.

Durch Zeitschaltuhren könnten auch Licht, Radio oder Fernseher eingeschaltet werden. Zu guter Letzt verwies der Redner auf die sogenannten Gaunerzinken hin, die Täter an Häusern und Zäunen anbrächten. „Damit markierten Späher Gebäude für ihre Kollegen und signalisierten ihnen, mit welchen Gefahren sie zu rechnen haben beziehungsweise welche Methode am ehesten zum Erfolg führt.“ Solche Hinweise sollten fotografiert und unverzüglich an die Polizei weitergegeben werden. Danach müssten die Zeichen sofort wieder entfernt werden. Auch sollten Balkontüren und Kellerfenster durch wirksame Schlösser und Riegel gesichert werden.

„Fotografieren und katalogisieren sie wertvolle Gegenstände“ riet Thomsen. Besonderes wie zum Beispiel Münzsammlungen sollten in einem Schließfach bei der Bank verwahrt werden. „Und nehmen Sie Ihr Handy abends mit ins Schlafzimmer, damit sie gegebenenfalls von dort aus die Polizei anrufen können.“ Je schneller die informiert werde, desto größer sei die Chance, den oder die Täter auf frischer Tat zu fassen.

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