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Husumer Nachrichten

02. Dezember 2016 | 19:11 Uhr

35. Husumer Hafentage : Wenn das Bier heraus will

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wie steht es mit dem Angebot an stillen Örtchen auf der Meile? Wir haben nachgeforscht.

Ob man vor einer der vier Bühnen steht, um der Live-Musik zu lauschen, oder mit Freunden an einem Stand auf der Meile: Der Plastikbecher in der Hand gehört dazu. Bier ist sozusagen der Treibstoff der Meile. Doch die Flüssigkeit will irgendwann auch wieder raus aus dem Menschen. Dafür gibt es auf den Hafentagen verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel die beiden Toilettenwagen, die – leider gut versteckt – hinter dem Rathaus und am Rande der Kleikuhle stehen.

Das war früher anders, sagt Joachim Fendt aus Flensburg, der zusammen mit seiner Frau seit 20 Jahren Toilettenwagen betreut. Damals habe es noch fünf Toilettenhäuschen gegeben, erinnert er sich. Dennoch herrsche kein Mangel an WC-Anlagen auf den Hafentagen, findet Karl-Heinz Häuber von der Hafen Event Gmbh. Denn wie in den vergangenen Jahren stellen auch diesmal die umliegenden Gastronomiebetriebe ihre stillen Örtchen wieder für Besucher zur Verfügung. „Das hat sich bewährt“, so Peter Becker, Chef der Messe Husum, die als Veranstalter fungiert. Und daher habe man auch für die 35. Auflage des Festes entsprechende Verträge geschlossen.

Natürlich dürfen die Wirte ein Entgelt für die oft dringend notwendige „Entwässerung“ verlangen. Jedoch: Ein echtes Zubrot ist das nicht, sagt ein Mitarbeiter des Istanbul-Döner-Treff. „Die Kosten für den erhöhten Wasser- und Stromverbrauch fressen die Zusatz-Einnahmen komplett auf.“ Und oft müsse man sogar draufzahlen, denn es würden immer wieder Schäden durch einzelne Gäste verursacht. „Auf diesen Kosten bleiben wir sitzen.“

Ein ganz anderes Problem sind die „Wildpinkler“. Hält sich die Zahl derjenigen, die sich zu später Stunde einfach keck ans Hafenbecken stellen, noch in Grenzen, herrscht in manchen Toreinfahrten Notdurft-Wildwest. Etwa am Speicher, wo der seitliche Zugang gern als Ausweich-Pissoir benutzt wird. „Wir haben jetzt einen Strahler angebracht, der den Bereich nachts ausleuchtet“, so Häuber. Ob das hilft oder ob die Stelle jetzt einfach als helles Örtchen gesehen wird, werden die Tage zeigen.

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