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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Einmaliges Projekt : Wegbereiter für den Küstenschutz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Museumsverbund Nordfriesland plant in Husum mit vier Geldgebern einen einmaligen Hochwasser-Lehrpfad. Das Projekt soll rund 220.000 Euro kosten.

Sobald die Förderzusage des Vereins „Aktiv-Region Südliches Nordfriesland“ schriftlich vorliegt – und diese wichtige Nachricht kann jeden Tag im Rathaus eintreffen – steht einem „tollen Projekt“ nichts mehr im Weg – zumindest aus finanzieller Sicht. Das Lob stammt aus dem Mund des Husumer Bürgermeisters Uwe Schmitz und gilt einem geplanten Küstenschutz-Pfad vom Nordsee-Museum bis zum Dockkoog, der als Hochwasser-Route bekannt werden soll. Träger dieser neuen, touristischen Attraktion in der Stadt ist der Zweckverband Museumsverbund Nordfriesland mit Uwe Schmitz als Vorsteher.

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern vom Kreis und dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), der seinen Sitz in Husum hat, erhofft er sich 100.000 Euro von der Aktiv-Region. Jeweils 50.000 Euro würden der Kreis Nordfriesland und die Stadt Husum finanzieren, das Land soll rund 20.000 Euro übernehmen. Mit diesen insgesamt rund 220.000 Euro könnte dann die Hochwasser-Route gestaltet werden. Geht es nach Uwe Schmitz, müsste Anfang 2017 der Startschuss für das Vorhaben fallen, das an der gesamten deutschen Nordseeküste ein Alleinstellungsmerkmal hätte.

Geplant wird mit 13 Schautafeln zum Thema „Küsten- und Hochwasserschutz“ für einen Pfad, der vom Nordsee-Museum über den Binnen- und den Außenhafen, das Sperrwerk und den Porren- bis zum Dockkoog führt. Das Museum soll als Start-Adresse mit einem 3-D-Modell und drei bis vier Stationen mit zusätzlich interaktiven Anteilen herausgehoben werden. Die Hochwasser-Route würde die dortige Ausstellung zu Deichbau, Landgewinnung und zum Küstenschutz erweitern. Die Bedeutung von Bauwerken, Landschaftselementen, die Leistungen des Landesbetriebs für Küstenschutz, eine Hochwasser-Historie und weitere Themen zu Natur und Bewirtschaftung – all dies wird dann in und vor den Toren Husums vermittelt. Der gesamte informative Weg sei barrierefrei erreichbar, damit Menschen aller Altersgruppen, insbesondere Senioren – mit und ohne Handicap – die Route erleben könnten, heißt es in der Projektbeschreibung. Darüber hinaus werde die Hochwasser-Route auch per App auf dem Android oder IOS-Gerät abrufbar sein. Kosten entstehen auch für die Entwicklung und den Druck von zwei Sets mit Rallye-Bögen für die Klassenstufen drei und vier sowie fünf und sechs. Für die Lehrpläne der Schulen soll zudem ein Extra-Angebot entwickelt werden.

Ziel ist es, Touristen, aber auch Einheimische für die (überlebens-)wichtige Aufgabe Küstenschutz zu sensibilisieren. Die besondere Route wird für alle Generationen und Gruppen – zum Beispiel Familien – konzipiert.

Zukunftsmusik muss erst einmal eine interaktive und audiovisuelle Küstenschutz-Erlebnis-Ausstellung für das Nordsee-Museum bleiben – hierfür wäre ein Neubau erforderlich. Das Millionen-Projekt, für das es bereits eine Machbarkeitsstudie gibt, „ist im Themen-Speicher“, so der Bürgermeister.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 15:00 Uhr

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