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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 11:57 Uhr

Verzögerung bei Husumer Wohnsiedlung Hockensbüll : Vor 2018 geht gar nichts

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Husumer Stadtvertreter erfuhren vergangene Woche offiziell, dass die Baugrundstücke der Wohnsiedlung Hockensbüll in diesem Jahr noch nicht verkauft werden können.

Die Siedlung Hockensbüll sorgt mal wieder für Ärger: Eigentlich hätten die Husumer Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag über den Bebauungsplan für die geplante Wohnsiedlung beraten und beschließen sollen.

Dass das Thema auf Wunsch der Verwaltung dann doch wieder von der Tagesordnung fliegen sollte, verärgerte Helmut Stemke: Die Stadtvertretung tage erst wieder in drei Monaten, so der Vertreter der Husumer Wählergemeinschaft – man sorge also wieder für Verzögerungen bei diesem Projekt: „Und das geht zulasten derer, die dort bauen wollen“. Er wolle von der Verwaltung wissen, wann denn das erste Grundstück verkauft werden könnte. Jörg Schlindwein, nach dem Weggang von Rudorf Hölscher designierter Leiter des Husumer Bauamts, erklärte zunächst, dass das Verschieben nicht zu Verzögerungen bei der Erschließung des Grundstückes führen werde. Auch die Baugenehmigungen könnten trotzdem erteilt werden. Stemke erklärte, dass es ihm darum gerade nicht gehe, sondern um die Frage, wann die ersten Grundstücke verkauft werden könnten. Das könne im kommenden Jahr geschehen, antwortete Schlindwein. Derzeit fehle noch die notwendige Genehmigung für den Bau der Erschließungsanlage. Nach Kenntnisstand der Husumer Nachrichten wird sich der Verkauf der Grundstücke bis ins übernächste Jahr verzögern.

Schlindweins Aussage sorgte für hörbare Unruhe im Plenum – in der Politik hatte man damit gerechnet, dass der Verkauf der Grundstücke noch im laufenden Jahr über die Bühne gebracht werden könnte. „Das ist nicht ganz ohne“, erklärte Horst Bauer (SPD), „wir erwarten eigentlich, dass es in Hockensbüll zügig baureife Grundstücke gibt.“ Um „die Harmonie nicht zu trüben“, so Bauer weiter, habe sich die Politik im Bauausschuss mit Nachfragen zum Thema Hockensbüll zurückgehalten. „Aber das ist jetzt nicht zufriedenstellend. Wir müssen uns im kommenden Umwelt- und Planungsausschuss kritisch mit der Frage auseinandersetzen, wie das Verfahren zu beschleunigen ist.“

Schlussendlich beschlossen die Stadtvertreter einstimmig, den B-Plan Hockensbüll von der aktuellen Tagesordnung zu nehmen – man träfe diesen Beschluss aber nur mit Bauchschmerzen, wie Bürgervorsteher Peter Empen betonte.

Warum der Bebauungsplan überhaupt von der Tagesordnung verschwinden musste, konnte nach der Sitzung auch niemand so genau sagen. „Da war etwas unvollständig, die Verwaltung musste etwas nachtragen“, so Upla-Vorsitzender Ulf von Hielmcrone.

Die Siedlung Hockensbüll war jüngst in die Schlagzeilen geraten, weil die Stadt in den vergangenen Jahren fast 400.000 Euro Strafzinsen für nicht genutzte Fördermittel für das Baugebiet zahlen musste (wir berichteten).

 

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erstellt am 26.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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