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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 15:26 Uhr

400.000 Euro fürs Südliche Nordfriesland : Vom Hochwasserweg bis zur Sandburg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Vorstand der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland fördert fünf Projekte aus der Region mit knapp 400.000 Euro, darunter die Hochwasser-Route in Husum und der Eiderstedter Rufbus.

Über sechs ganz unterschiedliche Projekte hatte der Vorstand der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland in seiner gestrigen Sitzung im Amtshaus in Mildstedt abzustimmen. Die Palette reichte von einer geplanten Hochwasser-Route, bis hin zu Landschaftsstelen auf Eiderstedt. Doch zuvor informierte Jan-Nils Klindt vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) über die noch zur Verfügung stehenden Mittel. Demnach kann die Aktiv-Region noch 1,69 Millionen Euro ausgeben, 1,16 Millionen Euro sind bereits in Projekte gebunden.

Mit 33 Punkten, zusammengerechnet aus verschiedenen Bewertungskriterien, erhielt das Projekt Hochwasser-Route das Okay des Vorstandes. Der Zweckverband Museumsverband Nordfriesland plant die Aufstellung von 13 modular aufgebauten Schautafeln im Stadtgebiet Husums, vom Nordsee-Museum über Binnen- und Außenhafen bis zum Dockkoog. Dort soll über die Thematik Nordsee informiert werden. Zudem soll die rund acht Kilometer lange Route auch per App nachgehbar sein. Dr. Johannes Oelerich, Leiter des Landesamtes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, stellte die Planung vor. Aus der Runde kam der Hinweis, dass die Strecke zu lang sei und die Anregung, auch spielerische Elemente einzubringen. Oelerich versprach, das zu prüfen, und freute sich über eine Fördersumme von 100.000 Euro für das insgesamt 219.000 Euro teure Vorhaben.

Das Pilotprojekt Rufbus im Kooperationsraum Eiderstedt erhielt mit 50 Punkten die beste Benotung und erhält ebenfalls 100.000 Euro Fördermittel aus dem Topf der Aktiv-Region – Gesamtkosten 260.000 Euro. Vorgesehen ist, über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren quasi eine Buslinie in Form einer acht, mit Garding als Zentrum, einzurichten. Dort soll im zweistündigen Rhythmus ein Bus fahren, allerdings die einzelnen Stationen nur auf Anforderung ansteuern. Beteiligt daran ist auch der Kreis Nordfriesland, ein Fahrzeug mit 24 Plätzen, steht schon bereit. Zur Auflage hat das LLUR aber gemacht, dass die reinen Betriebskosten herausgerechnet werden müssen, da diese nicht zuschussfähig sind.

Über ebenfalls 100.000 Euro Unterstützung kann sich auch die Sandskulpturenwerkstatt Sandiek in Westerhever freuen. Dort soll eine Halle gebaut werden, damit dort beispielsweise Urlauber, Schüler- und Jugendgruppen Sandskulpturen herstellen können. Die Gemeinde Westerhever hat bereits den Bebauungsplan geändert, damit das 351.000 Euro teure Projekt realisiert werden kann.

Dr. Henrik Sproedt will eine Scheune in Fresendelf zu einem rustikalen Tagungsort umbauen und damit eine innovative Dienstleistung , wie etwa eine Weiterbildungsakademie für Organisationen in der Region etablieren. Hauptziel des Projektes „Spielraum Scheune“ ist die Nutzung des rund 100 Quadratmeter großen Gebäudes für innovatives, erlebnis- und handlungsorientiertes Lernen in kleinen Gruppen. Angeboten werden Weiterbildungsworkshops und -seminare in den Bereichen Wirtschaft, Zusammenarbeit, Umwelt und verwandten Themen. Die Gesamtkosten belaufen sich für den Privatmann auf rund 252.000 Euro, von denen die Aktiv-Region nun 84.900 Euro fördern will. Auf Nachfrage teilte Dr. Sproedt mit, dass vorgesehen sei, gemeinnützigen oder Non-Profit-Gruppen die Spiel-Scheune zum Selbstkostenpreis zu überlassen. Dem Plan wurden 34 Punkte erteilt.

Keine langen Diskussionen gab es beim Thema Machbarkeitsstudie Alte Schule Koldenbüttel. Denn seit vor zwei Jahren die Förderschule aufgelöst worden ist, steht das Gebäude im Dorf leer. Nun ist vorgesehen, dort ein Dorfgemeinschaftshaus und die Feuerwehr unterzubringen. Bürgermeister Detlef Honnens warb um Unterstützung für das Projekt, doch im ersten Schritt geht es lediglich um eine Machbarkeitsstudie für die Alte Schule. Die Kosten dafür belaufen sich auf 23.900 Euro, von denen die Aktiv-Region 12.000 Euro übernehmen will. Der Vorstand gab dem Gemeindevorhaben 33 Punkte.

Von den sechs dem Vorstand zur Beratung vorgelegten Projekten wurde nur eins zurückgestellt „Landschaftsfenster und Landschaftsstelen für die Landschaft Eiderstedt“. Dabei sind dafür nur Gesamtkosten in Höhe von 26.200 Euro vorgesehen. Der Vorstand vergab 27 Punkte – zu wenig, um geförderdert zu werden. Dabei wurde aber betont, dass das Projekt vom Heimatbund der Landschaft Eiderstedt und dem Museum der Landschaft Eiderstedt damit nicht „gestorben“ sei, sondern in der nächsten Sitzung erneut beraten werde. Vorgesehen waren vier, nach dem Entwurf des Momsen-Preisträgers Dieter Staacken gefertigte Stelen, in einem ersten Schritt an besonderen Standorten aufzustellen.

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