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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 15:31 Uhr

Besuch am Eiderstrand in Tönning : Urlaub mit Schlickbad

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Eiderstrand lädt zu Schwimmen und Schlammschlacht ein. Die DLRG verweist jedoch auch auf dortige Gefahrenpunkte.

Na also, es geht doch: Seit einigen Tagen zeigt sich der Sommer von seiner besseren Seite. Gemäß dem Schlager von Conny Froboess „Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein...“ zieht es viele Menschen an die Strände und in die Freibäder. Auch am Eiderstrand in Tönning ist es wieder lebhafter geworden. Dort ist das Baden allerdings nur bedingt möglich, wie Stefanie Rieper vom DLRG erklärt: „Das Schwimmen in der Eider ist zwar auf jeden Fall etwas ganz Besonderes“, sagt sie. Dennoch verweist sie auch auf Gefahrenpunkte, die unbedingt beachtet werden müssten. So sei es nur bis zu den weißen Bojen erlaubt. „Dahinter beginnt die Schifffahrtsstraße“, erklärt sie. In dieser Fahrrinne gebe es gefährliche Strömungen, die für jeden Schwimmer lebensgefährlich werden könnten. Ein Querschwimmen sei daher absolut verboten. „Wenn unsere Fahne am Wachturm hängt, sind wir präsent und haben alles im Blick“, so die Schwimmlehrerin. Regelmäßig bietet sie Unterricht für die Kleinsten an. „Und wer sich an die Vorschriften hält, der kann hier eine Menge Spaß haben.“

Das bestätigt auch Dagmar Mörkimen aus Hamburg. „Das ist hier ein ganz besonderer Fleck, nicht überfüllt und man kann hier wirklich ausspannen.“ Ebenso sieht es Nicole Sprick aus Schülp: Besonders vom Spielplatz seien ihre Kinder hellauf begeistert. Doch der Tönninger Eiderstrand hat noch mehr zu bieten, wie zwei Familien aus Düsseldorf mit Begeisterung erlebten. Für die Familienväter Timo Opdelocht und Harald Lallinger ist der Urlaub mit einem ganz besonderen Höhepunkt verbunden. „Wir sind zwar aus der gleichen Stadt, haben uns aber erst in Tönning kennengelernt“, verrät Opdelocht. Noch vor wenigen Minuten lagen sie mit ihren Kindern komplett im Schlick und leisteten sich dabei noch eine ordentliche Schlammschlacht. Was für andere Badegäste vielleicht mit einem Schauer über den Rücken verbunden ist, war für die Familie ein großer Spaß. „Ein derartiges Bad im Schlick ist nur an sehr wenigen Badestränden möglich und erlaubt“, freut sich Lallinger. Selbst der fünfjährige Lino nahm mit seiner neunjährigen Schwester Lisa mit Begeisterung ein Schlickbad. Und auch die siebenjährige Emma und ihr elfjähriger Bruder Jordan ließen sich von nichts abhalten und ruderten im Schlick. Darauf wollten die Urlaubsgäste auf keinen Fall verzichten. „Das werden unsere Kinder nicht so schnell vergessen, das ist purer Urlaub“, gibt Opdelocht zu verstehen.

Am Abduschen nach der ungewöhnlichen Badeschlacht kommen sie allerdings nicht vorbei. Und dort machen sie die schreckhafte Erfahrung, dass das Wasser aus der Dusche deutlich kälter ist als das Nass aus der Eider. Mit dem Abduschen kommen dann auch die farbenfrohen Badehosen wieder zum Vorschein.

Und während auch die natürliche Hautfarbe wieder erkennbar wird, nähert sich ein Transporter mit Anhänger. Mit dabei: Tourismusdirektor Torsten Kress, der den Fahrer zum Standort einweist. Auf dem Anhänger fest vergurtet steht eine handgefertigte Dünenkarre. Diese Badekarre ist für die Mitarbeiter der DLRG bestimmt“, erklärt Kress. Im Spielplatzbereich steht bereits seit geraumer Zeit eine solche Karre, die von den Badegästen beschlagnahmt wurde. „Das ist für unsere Gäste ein echter Hingucker“, verrät Kress. Und dieses Angebot mit den Dünenkarren soll demnächst noch ausgebaut werden.

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