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Husumer Nachrichten

27. März 2017 | 18:34 Uhr

Bei Hattstedt : Unfall auf der B5: 180 Schweine laufen über die Straße

vom

Die Tiere schrien erbärmlich. Für die Rettungskräfte war es ein besonders anstrengender Einsatz. Die B5 wurde bis 16 Uhr gesperrt.

Hattstedt | Es war ein Bild des Grauens, das sich den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Hattstedt-Wobbenbüll und Horstedt sowie den Rettungskräften nicht nur optisch sondern auch hörbar bot: Ein in Richtung Husum fahrender Lkw war kurz hinter Hattstedt (Kreis Nordfriesland) in einer Kurve umgekippt. Er hatte 180 Schweine geladen. Blutend und schreiend liefen sie quer über die Bundesstraße 5.

Für die Feuerwehrkräfte war es eine besondere und psychische Belastung. „Mit solch einem Einsatz in dieser Größe hatten wir es bisher noch nicht zu tun“, kommentierte Einsatzleiter Gunnar Neumann das Geschehen. Wie es zu diesem Verkehrsunfall kommen konnte, war zum Zeitpunkt des Geschehens ein Rätsel.

Bei der Beladung des Tiertransportes sei alles vorschriftsmäßig zugegangen. „Wir wissen, dass während der Beladung ein Veterinär dabei war“, so Neumann weiter. Zum Entladen des verunglückten Fahrzeuges wurden Vertreter des Kreis-Veterinäramtes sowie zwei Tierärzte zum Unglücksort gerufen. Die schreienden Tiere aus ihrer misslichen Lage zu befreien, entpuppte sich als schwierigste Aufgabe. „Diese angsterfüllten Schreie der Tiere gehen mir durch Mark und Bein“, gestand eine Rettungskraft. 

Zum Teil konnten einige Schweine nur noch tot aus dem auf der Seite liegenden Anhänger geborgen werden. Die Tierärzte hatten die Aufgabe, die Tiere in Augenschein zu nehmen. Tiere, die für einen weiteren Transport nicht mehr fähig waren, wurden vor Ort eingeschläfert. Außerdem mussten die Feuerwehrkräfte die schwere Rettungsschere einsetzen. „Der Anhänger ist in Kabinen eingeteilt, in denen nur eine bestimmte Anzahl von Tieren untergebracht werden dürfen“, erläuterte Neumann. Doch durch das Umkippen verkanteten sich die Kabinentüren und mussten mit schwerem Gerät aufgerissen werden. 

Desto tiefer die Rettungskräfte in das Innere des Tiertransporters gelangten, um so schwieriger gestaltete sich die Bergung der Tiere. Für den Abtransport der gesunden Tiere wurden Tiertransporter aus der gesamten Region angeheuert. Die Polizei richtete eine Sperrung ein. Um 16 Uhr wurde diese aufgehoben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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erstellt am 26.Mär.2015 | 14:24 Uhr

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