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Husumer Nachrichten

21. Oktober 2014 | 18:45 Uhr

Tönning : Unbekannter schießt auf Katzen

vom

In Tönning schießt ein Unbekannter auf Katzen. Eins der getroffenen Tiere droht zu erblinden. Die Polizei schließt einen persönlichen Racheakt aus und rät zu erhöhter Wachsamkeit.

Tönning | Blacky sitzt auf der Fensterbank und schreit. Cornelia Dithmer ist der Schock noch immer anzumerken, wenn sie von dem Moment erzählt, in dem ihr Lebensgefährte Alexander Rahn die zweijährige verletzte Katze entdeckte. "Ihr Auge war total zugeklebt. Wir wussten gar nicht, was los war", sagt die 25-Jährige. Sie fährt sofort zum Tierarzt - und der macht eine grausame Entdeckung: Auf die Katze wurde mit einem Luftgewehr geschossen, sie ist auf einem Auge erblindet. Laut Cornelia Dithmer besteht die Gefahr, dass das Tier dauerhaft das Augenlicht verliert.
"Der Schütze hat angespitzte Munition verwendet. Das ist eine Riesensauerei", sagt Bernd Busch von der Polizei in Tönning (Kreis Nordfriesland), die der Tierarzt sofort alarmierte. "Wir haben dann noch unsere anderen beiden Katzen röntgen lassen. Dabei ist dann festgestellt worden, dass auch auf Willy geschossen worden ist. Der hatte das Geschoss noch in der Schulter", erzählt Cornelia Dithmer.
Die Polizei kann weitere Taten nicht ausschließen

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Die Polizei ist ratlos. Weitere Fälle von Tierquälerei sind seit der Tat Anfang Juni nicht bekannt geworden, sagt Busch, der selbst zwei Katzen hält. "Wir glauben aber nicht, dass es ein persönlicher Racheakt war. Wir können nicht ausschließen, dass es weitere Taten gibt oder schon Katzen verletzt wurden - ohne dass die Besitzer das bemerkt haben." Der Polizist rät Katzenhaltern, ihre Tier genau zu untersuchen und bei Zweifeln einen Tierarzt zu konsultieren.

Cornelia Dithmer zahlt die rund 700 Euro Tierarztkosten jetzt in Raten ab. "Als Hartz-IV-Empfänger bleibt uns nichts anderes." Und Blacky? Die hat die die Schussverletzung noch nicht verwuden. "Jede Nacht schreit sie, weil sie nicht allein sein will", sagt Cornelia Dithmer, die immer noch Angst um ihre Tiere hat. "Nach draußen lassen wir Blacky deswegen im Moment nicht."

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erstellt am 11.Jul.2012 | 06:19 Uhr

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