zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 17:33 Uhr

Sperrung der K 134 in Schwesing : Umleitung sorgt für Rätselraten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Da die Brücke über die Husumer Mühlenau erneuert wird, ist die Kreisstraße 134 zwischen Ipernstedt und Schwesing gesperrt - doch die Umleitung führt nicht jeden an sein Ziel.

Verkehrsteilnehmer, die von Schwesing aus in Richtung Wittbek oder Ostenfeld fahren wollen, stehen spätestens in Schwesing-Bahnhof vor einem Rätsel – auch wenn sie immer den Hinweisschildern gefolgt sind. Denn dort, wo es laut Beschilderung auf die Kreisstraße  134 nach Wittbek und Ostenfeld weitergehen soll, prangt gleichzeitig ein Schild, das auf die Vollsperrung der Straße hinweist. Allerdings wird dem ortsfremden Autofahrer auch keine wirkliche Alternative angeboten. Er muss selbst einen Weg finden, um an sein Ziel zu kommen.

Der Grund für die Sperrung der Verbindungsstraße K  134 ist die Brückenbaustelle kurz vor der Ortschaft Ipernstedt, die zur Gemeinde Rantrum gehört. Die Brücke über die Husumer Mühlenau zwischen Schwesing-Bahnhof und Wittbek stammt aus dem Jahr 1899. Bei routinemäßigen Kontrollen stellte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr fest, dass die Stahlträger in der Betonplatte stark vom Rost angefressen waren. Nach weitergehenden Untersuchungen zeigte sich, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war, beziehungsweise sich nicht mehr gelohnt hätte. Also begannen Ende Juli dieses Jahres die Abrissarbeiten der Brücke. Schon seit Jahren war das Bauwerk marode, ohnehin nur noch eingeschränkt zu befahren, denn eine Leitplanke verengte es auf eine Fahrspur. Die alte Brücke, an der selbst Laien schon deutliche Rostspuren erkennen konnten, wurde nun restlos entfernt.

Parallel dazu wurden am Bachlauf im Bereich des Neubaus neue Spundwände gesetzt, die unter anderem verhindern sollen, dass das Fundament der neuen Brücke im Wasser steht oder unterspült wird. Die Kosten in Höhe von mehr als 485.000 Euro übernimmt der Kreis Nordfriesland, hinzu kommen Mittel aus dem Förderprogramm für kommunalen Straßenbau.

„Wir befinden uns voll im Zeitplan“, sagt Karl-Heinz Roos, Leiter der Niederlassung Flensburg des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. Vorgesehen sei, dass die neue Brücke Mitte Dezember wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Sie wird als Betonplatte auf Fundamenten die Mühlenau überspannen. Ein wenig breiter fällt der Neubau im Vergleich zum Vorgänger aus. Dadurch sei die Brücke auch in Zukunft für die Verkehre auf der Nebenstrecke gewappnet und könne auch die immer größer werdenden landwirtschaftlichen Maschinen mühelos verkraften, sagt Roos.

Immer wenn für Bauarbeiten im Zuständigkeitsbereich Flensburg Vollsperrungen nötig seien, bemühe sich der Landesbetrieb darum, erläutert der Niederlassungsleiter, die Arbeiten so schnell wie möglich zu beenden. „Umleitungen sind immer, auch auf Nebenstrecken, ein Ärgernis“, sagt er.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Okt.2016 | 15:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen